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Leipzigs Polizeichef kritisiert Drogenhilfe der Stadt

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Leipzigs Polizei­chef Horst Wawrzynski hat die Drogen­po­litik der Stadt scharf kriti­siert. Seiner Meinung nach werde zu viel Geld für die Sucht­be­ra­tung ausge­geben. Dadurch werden immer mehr Abhän­gige aus anderen Städten angelockt, die ihre Sucht mit Diebstählen und Einbrü­chen finan­zieren, so Wawrzynski. Die Zahl der Straf­taten sei sprung­haft angestiegen: Allein seit Beginn des Jahres wurden in Leipzig knapp 120 Raubüber­fälle gezählt. Weit mehr als die Hälfte der Täter, die geschnappt werden konnten, sind drogen­ab­hängig. Laut Polizei­chef stellt Leipzig mehr als zwei Millionen Euro für die Drogen- und Sucht­be­ra­tung bereit, Nürnberg zum Beispiel nur 600 000. Die Stadt wollte zu diesem Thema bislang kein State­ment abgeben.