++ EIL ++

Leiter der Asylunterkunft in Clausnitz abgesetzt

Zuletzt aktualisiert:

Nach den fremden­feind­li­chen Vorfällen in Claus­nitz bekommt die Flücht­lings­un­ter­kunft einen neuen Leiter. Das hat am Montag der Landrat in Abstim­mung mit dem Betreiber entschieden. Dies sei zum Schutz des Mannes passiert, heißt es in einem Schreiben. Der ehema­lige Leiter der Unter­kunft steht in der Kritik, weil er Mitglied der AfD war. Unter­dessen hat eine spezi­elle Ermitt­lungs­gruppe der Polizei­di­rek­tion Chemnitz ihre Arbeit aufge­nommen. Die elf Ermittler werden die Gescheh­nisse in Zusam­men­ar­beit mit der Staats­an­walt­schaft aufar­beiten, teilte die Polizei am Montag mit. In Claus­nitz hatten Demons­tranten am Donners­tag­abend versucht, die Ankunft des Busses mit den ersten Bewoh­nern einer neuen Asylein­rich­tung zu verhin­dern. Die Polizei hatte die Lage nicht im Griff. Der Claus­nitzer Bürger­meister Michael Funke (parteilos) hat für die Feind­se­lig­keiten gegen Flücht­linge in seiner Gemeinde Auswär­tige verant­wort­lich gemacht. Er habe diese Leute nicht gekannt, sagte Funke am Montag bei einem Besuch der sächsi­schen Integra­ti­ons­mi­nis­terin Petra Köpping (SPD) in Claus­nitz. Funke sprach von „Krawall-Touristen“ und „Demo-Touristen“. Zugleich beteu­erte er, dass er sich für die Anfein­dungen schäme. (mit dpa)