Lernsax lässt Schüler erneut im Stich
Lernsax meldet am Dienstag erneut Probleme. Wie schon am Montag war das Online-Lernportal für Schüler vorübergehend nicht erreichbar. Schülern, Eltern und Lehrer verzweifelten, weil sie Aufgaben nicht lösen oder einstellen konnten. Das Kultusministerium versuchte am Dienstag, die Gründe aufzuklären.
Am Montag hatte es demnach einen sogenannten DDoS-Angriff auf eine große überregional agierende Lernplattform gegeben. Von einer DDoS-Attacke spricht man, wenn der Angriff gleichzeitig von einer sehr großen Zahl an Rechnern aus durchgeführt wird. Das Problem: die angegriffene Lernplattform basiert auf der gleichen Technologie wie LernSax und nutzt auch dasselbe Rechenzentrum in Karlsruhe. Damit ging auch LernSax in die Knie. Die Seite war zeitweise nicht erreichbar oder die Seiten bauten sich nur sehr zögerlich auf. Erst am Montagnachmittag funktionierte LernSax wieder problemlos.
Doch am Dienstag traten erneut Probleme mit LernSax auf. Der Grund: Infolge des gestrigen Angriffes musste das betroffene Rechenzentrum in Karlsruhe im laufenden Betrieb technische Umstellungen vornehmen, um die Folgen des Hackerangriffs abzufedern und die Sicherheit zu erhöhen. Die in der vergangenen Nacht durchgeführten Systemveränderungen haben leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht, so das Kultusministerium. Eher wurde die Verfügbarkeit noch weiter beeinträchtigt.
Die Ursache des Systemverhaltens konnte zunächst nicht identifiziert werden. Infolgedessen konnte LernSax erneut nicht aufgerufen werden. Derzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, LernSax wieder in voller Leistungsfähigkeit zur Verfügung zu stellen, heißt es in einer Mitteilung von Montagnachmittag.
„Wir sind mindestens ebenso verärgert über die Probleme mit LernSax wie die zahllosen Schüler und Eltern. Es tut mir leid, dass diese Probleme infolge der Hackerattacke aufgetreten sind. Um zukünftig derartige Probleme abzustellen, wird für das Rechenzentrum ein zusätzliches Schutzsystem aufgebaut“, so Kultusminister Christian Piwarz.
Bereits in der vergangenen Woche attackierten Hacker die Lernplattform LernSax direkt. Auch damals handelte es sich um einen DDoS-Angriff. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat dazu Ermittlungen aufgenommen. Lernsax ist momentan für das Lernen zu Hause enorm wichtig. Über das Portal erhalten die Schüler im Lockdown ihre Aufgaben.
Aktuell gibt es erneut Probleme sowohl mit der Website, als auch mit der App, welche bei einigen Nutzern lange Ladezeiten beziehungsweise ein "crashen" der Seite hervorrufen. Wir melden uns, sobald es neue Informationen gibt!#LernSax#Digitalisierung
— LernSax (@lernsax) December 15, 2020
❗️Update: Die Behebung der Probleme dauert voraussichtlich länger als gedacht, da wir immer noch nicht die genaue Ursache für diese kennen. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden. #LernSax#Digitalisierung
— LernSax (@lernsax) December 15, 2020
❗Update: Die Seite, sowie der Login müssten von nun an funktionieren. Funktionen, wie das E-Mail-System, sind aktuell noch nicht verfügbar, werden aber in Kürze wieder für alle Nutzer verwendbar. Ungewöhnlich lange Ladezeiten sind im Moment noch möglich. #LernSax
— LernSax (@lernsax) December 15, 2020
