++ EIL ++

Liveticker zum Demo-Geschehen am Samstag

Zuletzt aktualisiert:

Leipzig ist am Samstag zur Demo-Metropole geworden - insgesamt 27 Versammlungen wurden nach Angaben der Stadt angemeldet. Die meisten Menschen waren bei der „Querdenken“-Demonstration. 16.000 Teilnehmer wurden von der Ordnungsbehörde zugelassen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei lag die Zahl aber bei mindestens 20.000. Das aktuelle Demonstrationsgeschehen fassen wir im Liveticker zusammen.

21:14 Uhr: Lage in der Innenstadt beruhigt - Polizei nach Connewitz abgezogen

Die Lage in der Innenstadt hat sich nach Angaben einer Polizeisprecherin beruhigt. Nachdem der Aufzug der Demonstranten wieder am Augustusplatz angekommen war, wurden viele Identitäten aufgenommen. Danach löste sich das Demonstrationsgeschehen weitestgehend auf. 

Aktuell gibt es aber einen weiteren Brennpunkt. Die Polizei wurde wegen Ausschreitungen nach Connewitz abgezogen. Dort sei es unter anderem zu Steinwürfen und brennenden Barrikaden gekommen. Weitere Informationen hat die Polizei noch nicht bekannt gegeben. 

20:47 Uhr: Innenminister Wöller kritisiert sächsisches Oberverwaltungsgericht

Sachsens Innenminister Roland Wöller kritisierte die Entscheidung des sächsischen Oberverwaltungsgerichts, die „Querdenken“-Demo in der Leipziger Innenstadt stattfinden zu lassen. „Es ist unverantwortlich, eine solche Versammlung mit mehr als 16 000 Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie in der Leipziger Innenstadt zuzulassen“, sagte Wöller am Samstag. Die Einhaltung der Infektionsschutzauflagen sei so von vornherein unmöglich gewesen.

Die Entscheidung der Stadt, die Versammlung nach gut zweieinhalb Stunden aufzulösen, sei daher richtig gewesen. „Die Corona-Pandemie lässt sich nicht mit der Polizei oder polizeilichen Maßnahmen bekämpfen, sondern nur mit Vernunft aller“, sagte Wöller.

19:31 Uhr: Gewerkschaft: Übergriffe auf Journalisten bei „Querdenken“-Demo

Die Gewerkschaft Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) hat bei der „Querdenken“-Demonstration in Leipzig Attacken gegen Journalisten registriert. In einer ersten Bilanz sprach Jörg Reichel, Landesgeschäftsführer der DJU Berlin Brandenburg, von mindestens 32 Journalisten, die von „körperlichen Angriffen und Behinderungen betroffen“ seien. Das schrieb er auf Twitter.

Die Attacken seien im Wesentlichen von Teilnehmern der „#Coronaleugner Demo“ ausgegangen, so Reichel. 

Die Polizei konnte am Abend zunächst keine Angaben dazu machen, ob es Angriffe auf Journalisten gab. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass es bei den zahlreichen Angriffen auch Attacken auf Pressevertreter gegeben hätte, sagte ein Polizeisprecher. (dpa)

18:45 Uhr: Tausende widersetzen sich Auflösung von „Querdenken“-Demo in Leipzig

Tausende Demonstranten haben sich in Leipzig der Auflösung einer „Querdenken“-Demonstration widersetzt. Sie marschierten am Samstagabend auf dem Innenstadtring. Wenige Polizisten begleiteten den Zug. Einige der Demonstranten skandierten „Frieden Freiheit, keine Diktatur“ und „Merkel muss weg“. Es kam zu mehreren körperlichen Auseinandersetzungen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Das Bündnis Leipzig nimmt Platz, das einen Gegenprotest organisiert hatte, rief am Samstagabend dazu auf, sich zurückzuziehen. „Wir schätzen die Lage als zu gefährlich ein“, schrieb das Bündnis auf Twitter. (nach dpa)

18:40 Uhr: Zahlreiche Übergriffe auf Einsatzkräfte - Sperre wurde geöffnet

18:14 Uhr: Demonstranten laufen über den Ring

Die Demonstranten laufen aktuell über den Ring. Nach Angaben der Polizei haben die Beamten die Sperrungen aufgelöst und begleiten nun nur noch die Demonstranten. 

17:47 Uhr: Ausschreitungen nach Auflösung von „Querdenken“-Demo in Leipzig

Nach der Auflösung der „Querdenken“-Demo in Leipzig ist es zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Am Samstagnachmittag zündeten Teilnehmer in der Innenstadt und am Augustusplatz Böller und Raketen. Am Hauptbahnhof kam es zu kleineren Schlägereien zwischen Teilnehmern der Demo und Gegendemonstranten, Polizisten gingen dazwischen. (nach dpa)

17:00 Uhr: Polizeisprecher Olaf Hoppe gibt kurzes Statement zum bisherigen Einsatzgeschehen

16:58 Uhr: Undurchsichtige Lage: Trotz beendeter Demonstration setzen sich einige Teilnehmer in Bewegung

Trotz Polizeikette und der Auflösung der Demonstration setzen sich einige Teilnehmer in Bewegung. Nach Angaben der Polizei ist die Lage aber noch undurchsichtig. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass sie um den Ring ziehen wollen. 

15:35 Uhr: Polizei hat mehr als 20.000 bei der „Querdenken“-Demo gezählt

Zur „Querdenken“-Demonstration in die Leipziger Innenstadt sind deutlich mehr Menschen gekommen als angemeldet. Die Polizei gehe von 20 000 Teilnehmern aus, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe am Samstagnachmittag. „Das ist ein weiterer Auflagenverstoß.“ Nur 16 000 Teilnehmer waren für die Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen angemeldet gewesen.

Schon vorher hatte die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt, so trug kaum jemand eine Mund-Nasen-Bedeckung, auch die Abstandsregeln wurden missachtet. Die Polizei nehme die Verstöße auf, so der Sprecher. Insgesamt sei die Kundgebung zunächst friedlich verlaufen, nur am Rande habe es vereinzelt Zusammenstöße der „Querdenken“-Teilnehmer mit Gegendemonstranten gegeben. (nach dpa)

15:16 Uhr: Ausschreitungen am Johannisplatz und Auto in Brand gesetzt

Am Johannisplatz ist es nach Angaben der Polizei am Samstagnachmittag zu Ausschreitungen gekommen. Demnach seien diese zwischen den Teilnehmern der "Querdenken"-Demo sowie eines Gegenprotestes zustande gekommen. Die Polizei musste eingreifen.  

Unterdessen wurden ganz in der Nähe der Demo die Scheiben eines Autos eingeschlagen - außerdem wurde es beschossen und angezündet. Die Feuerwehr konnte den Brand aber schnell löschen und Schlimmeres verhindern. 

15:00 Uhr: Versammlung auf Augustusplatz fortgesetzt

Wegen des hohen Zulaufs hatten die Veranstalter der „Querdenken“-Demonstration in der Leipziger Innenstadt ihre Kundgebung gegen die Corona-Politik für kurze Zeit unterbrochen. Sie riefen die Teilnehmer auf, die Veranstaltungsfläche voll auszunutzen. 

Zudem hatte die Polizei die Versammlungsfläche deutlich vergrößert. Die Kundgebung wurde auf den innerstädtischen Ring und angrenzende Straßen ausgeweitet, damit die zahlreichen Demonstranten den Mindestabstand einhalten können. Nach etwa einer halben Stunde ging die Kundgebung weiter, obwohl weiterhin die wenigsten Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz trugen oder den Mindestabstand einhielten. (nach dpa)

14:22 Uhr: Möglichkeit der Versammlungsauflösung steht im Raum

Weil die meisten der Demonstranten auf dem Augustusplatz - auch nach mehrfachen Aufforderungen der Polizei - noch immer keine Masken tragen und den Abstand nicht einhalten, könnte die Versammlung aufgelöst werden. Das sagte uns Polizeisprecher Olaf Hoppe auf Nachfrage. Ob das durchgesetzt wird, entscheidet jedoch die Versammlungsbehörde.

13:54 Uhr: Amtsgericht stellt Zusatzrichter

Das Amtsgericht steht mit zusätzlichen Ermittlungsrichtern bereit, die bei Straftaten von Gewicht Untersuchungshaft anordnen werden. Zur Verhinderung von Ordnungswidrigkeiten erheblicher Bedeutung kann Polizeigewahrsam angeordnet werden. Die späteren Sanktionen liegen in den Händen der Richterinnen und Richter.

13:38 Uhr: Polizei kontrolliert seit Samstagmorgen Anreiseverkehr - Kontrolle auf Augustusplatz für Polizei fast unmöglich

Die Polizei führt seit Samstagmorgen Vorkontrollen im Anreiseverkehr durch - unter anderem zur Durchsetzung des Infektionsschutzes. So werden nach Angaben einer Polizeisprecherin mehrere Rastplätze an den Autobahnen 9, 14 und 38 sowie der Hauptbahnhof kontrolliert. 

Gleichzeitig trugen bei Beginn der "Querdenken"-Demo auf dem Augustusplatz die wenigsten mehreren tausend Teilnehmer eine Maske oder konnten den Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten. Der Platz zwischen Gewandhaus und der Leipziger Oper war am Samstagmittag bereits dicht gefüllt. „Die Kontrolle ist für uns fast unmöglich“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Leipzig, Olaf Hoppe.

13:23 Uhr: OVG bestätigt: Ein Aufzug durch die Innenstadt bleibt untersagt

Ein bewegter Aufzug durch die Innenstadt bleibt verboten. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen hat am Vormittag die Beschwerde gegen den Beschluss des Leipziger Verwaltungsgerichts zurückgewiesen. Die Stadt Leipzig hatte einen Aufzug mit rund 5.000 Teilnehmern untersagt. Denn laut Sächsischer Corona-Schutzverordnung sind nur ortsfeste Versammlungen zulässig.

13:05 Uhr: Stadt: Bleibt zuhause!

Der Stadt liegen nach eigenen Angaben am Samstag insgesamt 27 Versammlungs-Anmeldungen für den Innenstadtbereich vor. Den Leipzigerinnen und Leipzigern wird unter Beachtung des Infektionsschutzaspektes und aufgrund der zahlreichen Teilnehmer empfohlen, die Innenstadt zu meiden.

12:50 Uhr: Teilnehmer der „Querdenken“-Demo auf dem Augustusplatz

12:26 Uhr: Polizei: Reger Anreiseverkehr zu „Querdenken“-Demo in Leipzig

Zu der „Querdenken“-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen sind laut Polizei am Samstag Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik nach Leipzig angereist. Nach Angaben von Polizeisprecher Olaf Hoppe waren etwa Reisebusse aus Bayern und Thüringen in Richtung Leipzig unterwegs.

Schon anderthalb Stunden vor Beginn hatten sich am Vormittag Tausende Menschen auf dem Augustusplatz im Stadtzentrum versammelt. Die Polizei kündigte Kontrollen an, ob die Corona-Vorgaben wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eingehalten werden. Das oberste Ziel des Einsatzes sei es, Gewalt zu verhindern, sagte Hoppe. Eine Auflösung der Kundgebung sei das letzte Mittel. „Es ist aber die Frage, ob das zu der Situation führt, die wir bezwecken.“ Es war auch umfangreicher Gegenprotest angekündigt. (nach dpa)

11:53 Uhr: Initiative „Querdenken“ darf doch auf Augustusplatz demonstrieren

Die Initiative „Querdenken“ darf nun doch in der Leipziger Innenstadt gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen habe entschieden, dass die Demonstration auf dem Augustusplatz stattfinden kann. Das teilte die Stadt am Morgen mit.  Dagegen blieben sämtliche Aufzüge mit Verweis auf die sächsische Corona-Schutzverordnung untersagt.

Das Verwaltungsgericht hatte im Eilverfahren zunächst die Auflagen der Stadt bestätigt. Die Stadt wollte die Kundgebung auf die Parkplätze der Neuen Messe außerhalb des Stadtzentrums verlegen.