Lok und Chemie Leipzig: Die Stimmen vor einem wichtigen Fußball-Wochenende
Wichtiges Fußballwochenende für Leipzigs Fußball-Regionalligisten. Tabellenprimus Lok empfängt am Samstag den BFC Dynamo, die Chemiker müssen einen Tag darauf beim Kellerduell in Eilenburg ran.
Lok peilt sechsten Heimsieg in Folge an
Die Blau-Gelben stehen seit dem achten Spieltag an der Tabellenspitze und sind klar auf Regionalliga-Meisterkurs. Durch den Sieg im Stadtderby hat Lok aktuell zehn Punkte Vorsprung auf Konkurrent Halle. Für Winterneuzugang Max-Peter Klump träumt schon mal: „Wenn man Meister wird, will man auch aufsteigen.“ Der Außenverteidiger kam im Januar ablösefrei vom KFC Uerdingen.
Trainer Jochen Seitz geht von einem „hochmotivierten Gegner“ aus, der „alles tun wird, um uns zu schlagen.“ Die Loksche will dem Berliner Fußballclub aber „den Spaß am Spielen nehmen“, damit am Ende „mindestens ein Punkt, optimalerweise drei Punkte“ in Leipzig bleibt bzw. bleiben. Motivieren muss der Coach des Spitzenreiters niemanden mehr. Vor Anpfiff werde es aber trotzdem nochmal eine aufbauende Ansprache geben, „um die Jungs so richtig heiß zu machen.“ Und dann? „Dann geht die Post ab“, so Seitz schmunzelnd.
Lok will den sechsten Heimsieg in Folge. Tickets für die Partie im Bruno-Plache-Stadion gibt´s noch hier. Anpfiff am Samstag ist um 16 Uhr.
Chemie vor Abstiegskampf-Krimi
Die Leutzscher kamen unter der Woche beim Nachholspiel gegen Meuselwitz nicht über ein 1:1 hinaus. Derzeit stehen sie auf Platz 15 und damit auf einem möglichen Abstiegsplatz. Der Gegner aus Eilenburg steht mit drei Punkten weniger sogar noch einen Platz dahinter. Das Sachsen-Derby wird damit zum Kellerduell mit Krimi-Charakter.
Verteidiger Manuel Wajer traf beim Unentschieden gegen Meuselwitz zum Ausgleich. Er ist vor der Partie optimistisch: „Wir wollen auf jeden Fall einen Auswärtssieg holen.“ Leicht werde die Aufgabe nicht. Beim Tabellennachbar sei es „immer eklig zu spielen“. Schließlich „stehen sie mit dem Rücken zur Wand“, so Wajer weiter.
Chemie-Trainer Adrian Alipour rechnet mit einer Mannschaft die „hochgradig aggressiv presst“ und die es seiner Mannschaft schwer machen werde. Trotzdem sei das Ziel klar: „Wir fahren nach Eilenburg, um das Spiel zu gewinnen.“ Die Chemiker erwarten zum Sachsen-Derby über 1000 mitreisende Grün-Weiß-Fans, die die Partie fast zu einem Heimspiel machen könnten. Anstoß am Sonntag ist um 13 Uhr.