Nach der Feier ist vor der Feier? Lok Leipzig gegen Aue im Sachsenpokal-Finale
Folgt auf der Meisterfeier gleich die nächste Party? Regionalliga-Sieger Lok Leipzig empfängt am Samstag zum Sachsenpokal-Finale den FC Erzgebirge Aue. Im Sachsenderby zweier großer Traditionsvereine geht es nicht nur um den Pokal, sondern auch um die Qualifikation für den DFB-Pokal.
Aue will Saison retten, Lok eine starke Saison krönen
Die Gegensätze könnten vor dem Spiel größer kaum sein: Die Veilchen aus dem Erzgebirge haben eine durchwachsene Saison hinter sich. Am Ende belegten sie Platz 13 in der dritten Liga und sicherten sich den Klassenerhalt nur wenige Spieltage vor Schluss. Aue-Trainer Jens Härtel möchte mit einem Pokalerfolg „eine durchwachsene Saison zu einer guten machen.“
Im Landespokal kennt er sich immerhin gut aus. Insgesamt fünf Mal gewann er mit Magdeburg, Rostock und dem Berliner AK die Trophäe. Lok bekommt es also mit einem echten Pokalexperten zu tun. Ihr Trainer, Jochen Seitz, hat hingegen nur einmal ein Landespokal-Finale gecoacht. Mit Aschaffenburg verlor er damals gegen die Würzburger Kickers mit 0:3.
Anders als Aue haben die Probstheidaer eine fulminante Saison gespielt und wollen diese nun noch krönen. Das es ein schweres Spiel wird, weiß auch der Trainer der Balu-Gelben, Jochen Seitz. „Wir sind auch in diesem Spiel wieder der Underdog“, erklärte er uns. Auch wenn es schwer wird freut er sich auf die Partie: „Es soll ein Fußball-Fest für alle werden.“ Das Bruno-Plache-Stadion ist ausverkauft - auch knapp 2.000 Gästefans werden vor Ort sein.
Pokal oder Aufstieg - was ist wichtiger?
Einer Frage musste sich Leipzigs Meister-Trainer häufig stellen. Was hat für ihn und die Mannschaft höhere Priorität? Das Pokalfinale oder der Aufstieg in Liga 3? Ab kommenden Mittwoch starten nämlich die Aufstiegsrelegationsspiele gegen den TSV Havelse. Für Seitz ist klar, dass „Beide Wettbewerbe gleich wichtig sind“ und seine Mannschaft „in beiden gewinnen wollen.“
Wenn es nach ihm ginge, dann sollte das Spiel trotzdem „schon in 90 Minuten entschieden werden.“ Elfmeterschießen ordnete der 48-Jährige im Übrigen nicht an. „Das kann jeder für sich individuell entscheiden, ob er im Training Elfmeter schießen möchte.“ Aber im Endeffekt sei es nur eine Kopfsache. Die Spieler sollen selbstbewusst bleiben und sich sagen „ich gehe jetzt dahin und hau den rein“, so Seitz.