• (Foto: Zoll Dresden)

Männer geben sich als Diplomaten aus und werden mit 70 Kilo Heroin auf A17 gestoppt

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Dresden -

Zollbeamte haben auf der A17 Drogenschmuggler mit 70 Kilogramm Herion gestoppt. Straßenverkaufswert: drei Millionen Euro. Zwei Verdächtige sind zunächst vorläufig festgenommen worden.

Sie waren mit einem Auto aus Tschechien gekommen, bei Bad Gottleuba wurde das Auto mit Diplomatenkennzeichen gestoppt. Die beiden Mongolen gaben sich laut Staatsanwaltschaft als Diplomaten aus. Eine Rückfrage beim Auswärtigen Amt ergab, dass keine Akkreditierung und damit auch keine Immunität vorlag.

Daraufhin wurde das Auto durchsucht und 140 Pakete mit Herion entdeckt. Der Vorfall ereignete sich bereits vor vier Wochen, wurde aber erst jetzt von Zoll und Staatsanwaltschaft öffentlich gemacht. Die Männer sind nun in Untersuchungshaft.

Die Pressemitteilung von Zoll und Staatsanwaltschaft hier nachlesen:

Heroinschmuggler festgenommen

Dresdner Zollbeamte stellen 70 Kilogramm Heroin mit einem Straßenverkaufswert von mindestens 3 Millionen Euro sowie einen PKW sicher und nehmen zwei Personen vorläufig fest.

In den frühen Morgenstunden des 03.05.2019 stoppten Zollbeamte des Hauptzollamtes Dresden im Rahmen einer verdachtsunabhängigen Kontrolle einen auf der Bundesautobahn 17 / Höhe Bad Gottleuba fahrenden PKW mit Diplomatenkennzeichen, welcher aus Richtung Tschechien kam.

Die Insassen, zwei mongolische Staatsangehörige, wiesen sich als Diplomaten aus, verwei-gerten die Überprüfung des Fahrzeuges und beriefen sich dabei auf ihren diplomatischen Status.

Die Zollbeamten kontaktierten daraufhin das Auswärtige Amt in Berlin. Wie sich herausstellte, lag weder für die beiden Männer noch für das Fahrzeug eine Akkreditierung in Deutschland vor, sodass keine Immunität gegeben war.

Bei der anschließenden Kontrolle des PKW fanden die Zollbeamten im Kofferraum des Fahr-zeugs zwei Koffer mit insgesamt 140 Paketen zu je 500 Gramm Heroin. Der Straßenver-kaufswert des Rauschgiftes beläuft sich auf mindestens 3 Millionen Euro.

Die beiden Fahrzeuginsassen wurden daraufhin vorläufig festgenommen, die Betäubungs-mittel und das Fahrzeug wurden sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das  Amtsgericht Dresden am Folgetag Haftbefehl gegen die beiden Männer und setzte diesen in Vollzug. Die Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Dresden und der Staatsanwaltschaft Dresden  dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.