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Linke schlagen Alarm: Mehr als jeder vierte Leipziger ist arm!

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Mehr als jeder vierte Leipziger (26 Prozent) ist arm, also lebt unter der offiziellen Armutsschwelle. Die liegt in Deutschland derzeit bei einem monatlichen Einkommen von 1381 Euro. Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Rathauses auf eine Anfrage der Leipziger Linke-Fraktion hervor. Dies sei alarmierend und zeige die zunehmende Spaltung der Stadtgesellschaft, heißt es von dort.

„Die Armutslücke beträgt dabei 29 Prozent“

„Die vorliegenden Zahlen geben Anlass zu politischem Alarm, denn sie bilden bedrückende Fakten ab, die etwa ein Viertel aller Leipzigerinnen und Leipziger betreffen“, so Linke-Stadtrat Dr. Volker Külow. „Die Armutslücke unter den Armen - und damit die Tiefe der Armut - beträgt dabei 29 Prozent; sie bezeichnet das durchschnittliche Ausmaß, um das das Einkommen armer Haushalte unterhalb der offiziellen Armutssschwelle liegt“.

In der Antwort auf die Anfrage werde außerdem deutlich, dass sich die Armutsgefährdung in Leipzig durch alle relevanten Bevölkerungsgruppen ziehe, so Külow weiter. „Das ist in einem vermeintlichen Wirtschaftszentrum alarmierend!“

Auch andere Gruppen wie Arbeitslose, Studenten, Rentner und Bürgergeldempfänger würden nur sehr geringe Spielräume haben, um an ihren teils prekären Situationen etwas zu ändern. „Die Armutsgefährdungsquoten betragen jeweils 82 Prozent, 68 Prozent, 32 Prozent und 92 Prozent.“ Sie seien „auf Gedeih und Verderben“ davon abhängig, wie ihr Einkommen durch Bundesgesetze und -programme gestrickt sei.

Audio:

Der Leipziger Linke-Stadtrat Volker Külow zu den neuen Zahlen aus dem Rathaus: