Mehr Besucher auf Leipziger Weihnachtsmarkt - und so viel gibt jeder dort aus
Mehr als zwei Millionen Besucher haben den Leipziger Weihnachtsmarkt dieses Jahr besucht, schätzt das Marktamt. Inklusive der nach aktuellem Stand noch prognostizierten Besucher bis zum Ende. Das seien deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Trotz vieler Regentagen, der Inflation und „einiger Unwägbarkeiten“ (gemeint ist wohl die geringere Beschallung nach dem Streit mit der Gema). Wohl aber auch wegen dem zwei Tage längeren Markt und vier kompletten Wochenenden. „Die Samstage waren jeweils die stärksten Tagen, gefolgt von den Freitagen und Sonntagen“, heißt es.
„Nach der neuesten Erhebung besucht der ,durchschnittliche‘ Leipziger den Weihnachtsmarkt fünfmal, trinkt aber vielleicht auch einen Glühwein weniger“, erklärt Marktamtsleiter Dr. Walter Ebert. Erstmals nach zehn Jahren habe es 2024 wieder eine Besucherumfrage gegeben. Demnach seien die etwa die Hälfte aller Befragten Leipziger gewesen, der Rest sei extra für den Weihnachtsmarkt in die Messestadt gekommen. Die meisten mit Bus, Bahn oder zu Fuß, knapp jeder fünfte mit dem Auto.
Spannend aber auch die Frage, wie viel auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt pro Person ausgegeben wird. Leipziger hauen pro Person und Besuch rund 45 Euro raus, Gäste von auswärts im Schnitt sogar über 60 Euro. Das meiste davon für Speisen und Getränke. Und: Etwa 80 Prozent der Befragten ist es wichtig oder sehr wichtig, dass ein echter Weihnachtsbaum auf dem Markt aufgestellt wird. Das beweist auch unser Facebook-Video beim Anschalten zur Eröffnung des Marktes: Über 200.000 Menschen schauten sich das 30-sekündige (eher mittelprächtige) Video an, knapp 4000 Likes gab´s dafür.
Resümee: Der Leipziger Weihnachtsmarkt sei eindeutig das beliebteste Ziel für Touristen dieses Jahr gewesen. „peziell an den Wochenenden wurden Parkplätze in der Stadt knapp, die Züge der Deutschen Bahn waren gut gefüllt und die Hotels meldeten kaum freie Kapazitäten.“ Auch die meisten Händler zeigen sich zufrieden, die Umsätze würden in etwa denen des Vorjahres entsprechen.
Kleine Wermutstropfen sei ein Vandalismus-Fall auf der Thomasiwese nach dem zweiten Wochenende gewesen. Dort wurde eine Engelsfigur so stark beschädigt, dass sie abgebaut werden musste. Der Schaden belaufe sich auf mehrere 1000 Euro. Die beliebten Figuren sollen trotzdem nächstes Jahr wieder aufgestellt werden.
Kleiner Hinweis noch: Am Sonntag (22. Dezember) werden alle Weihnachtsbäume des diesjährigen Marktes verschenkt. „Ab 16 Uhr dürfen fast alle Bäume aus der Dekoration des Weihnachtsmarktes ganz legal mit nach Hause genommen werden“, heißt es aus dem Marktamt. „Zentrale Sammelplätze sind der Nikolaikirchhof, der Augustusplatz, die Reichsstraße, die Petersstraße und ein Platz neben dem Magischen Wald in der Grimmaischen Straße.“
Aus dem Märchenwald auf dem Augustusplatz dürfen Bäume selbstständig entnommen werden. Die Bäume des Südtiroler und des Finnischen Dorfes würden ebenfalls verschenkt. Hier gebe es eigene Sammelplätze am Rand. Nicht mitgenommen werden dürfen Bäume direkt vom Markt, da dieser noch bis einschließlich Montag, also einen Tag vor Heiligabend, geöffnet hat. Und Achtung: Baumständer und Hüttendekorationen dürfen nicht mitgenommen werden. Das sei Diebstahl.