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Mehr Einbrüche, weniger Autoklau - Kriminali­täts­statistik 2015

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Die Zahl der Wohnungs­ein­brüche in Sachsen hat sich inner­halb von zehn Jahren nahezu verdop­pelt. Das geht aus der am Mittwoch­vor­mittag veröf­fent­lichten Krimi­na­li­täts­sta­tistik des Freistaates (Polizei­liche Krimi­nal­sta­tistik PKS) hervor. Anstieg der Wohnungs­ein­brücheIm vergan­genen Jahr wurden 4250 Einbrüche regis­triert - aufge­klärt wurde aller­dings nur jeder fünfte Fall. Vor zehn Jahren wurden noch deutlich mehr Fälle aufge­klärt (35 Prozent). Weniger Autodieb­stahlEs gibt aber auch positive Entwick­lungen, die Zahl der Autodieb­stähle ist um etwa zehn Prozent zurück­ge­gangen. Rund 3.100 Fahrzeuge verschwanden im vergan­genen Jahr. Zudem hat Leipzig (452 Fälle) nun Dresden (442 Fälle) als Auto-Klau Schwer­punkt abgelöst. DiebstahlDie Diebstahls­de­likte sind im Jahr 2015 gegen­über 2014 um 8.210 (5,7 Prozent) zurück­ge­gangen. Die Diebstahl­s­kri­mi­na­lität wird bestimmt durch Diebstahl in/aus Kiosken und Geschäften (20,7 Prozent), gefolgt von Laden­dieb­stahl (16,9 Prozent). 26,6 Prozent aller aufge­klärten Fälle von Diebstahl unter erschwe­renden Umständen wurden von Konsu­menten harter Drogen begangen. Im Jahre 2009 lag dieser Anteil noch bei 15 Prozent.Tatver­däch­tigeDie Polizei regis­trierte 94.463 Tatver­däch­tige, 3.676 weniger als im Jahr 2014. Darunter befanden sich laut Minis­te­rium 15.162 Ausländer (2014: 12.579) sowie 6.283 tatver­däch­tige Zuwan­derer (Asylbe­werber, gedul­dete Ausländer, Bürger­kriegs-/Kontin­gents­flücht­linge, illegal aufhäl­tige Ausländer). Dies entspricht einem Anstieg um 61 Prozent im Vergleich zu 2014, teilte Innen­mi­nister Ulbig mit.30 Prozent Plus bei politisch motivierte Krimi­na­lität (PMK)Im Jahr 2015 wurden 4.078 Fälle politisch motivierter Krimi­na­lität regis­triert, ein Anstieg von 30 Prozent. 2014 waren es noch 3.125 Fälle. Innen­mi­nister Markus Ulbig: „Die Zunahme der Fälle resul­tiert maßgeb­lich aus Straf­taten mit Bezug zum Thema Asyl und geht mit der starken Polari­sie­rung zwischen Asylgeg­nern und Asylbe­für­wor­tern einher. So stand 2015 jedes vierte PMK-Delikt damit im Zusam­men­hang. 2014 war es nur jedes 17. gewesen.“ Dahinter verbirgt sich eine Zunahme von 188 auf 1.124 derar­tige Taten, was etwa dem Anstieg insge­samt entspricht.     2400 rechte Straf­tatenDie Polizei verzeich­nete 2.415 rechte Straf­taten. Ein Jahr zuvor waren es 1.740 Straf­taten. Der starke Anstieg der Fallzahlen der PMK-rechts ist vor allem auf häufiger began­gene fremden­feind­liche Straf­taten zurück­zu­führen, hieß es. Von den 819 im Jahr 2015 regis­trierten fremden­feind­li­chen Straf­taten waren 799 rechts motiviert. Bei den antise­mi­ti­schen Straf­taten ist mit 100 regis­trierten Fällen keine nennens­werte Verän­de­rung zum Jahr 2014 festzu­stellen.   1060 linke Straf­tatenIm Bereich PMK -links- wurden 1.058 Straf­taten verübt, 207 mehr als im Jahr zuvor. Dies ist vor allem auf Straf­taten, die sich gegen den politi­schen Gegner oder den Staat richten, zurück­zu­führen.Präsentation der Detail-Ergebnisse (PDF)Mehr Infor­ma­tionen beim Innen­mi­nis­te­rium