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Mehr Flüchtlinge - Jung fordert bessere Abstimmung

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Zu uns nach Sachsen kommen mehr Flücht­linge als ursprüng­lich gedacht. Bundes­in­nen­mi­nister Thomas de Maziére schätzt aktuell, dass Deutsch­land mit bis zu 800.000 Flücht­lingen in diesem Jahr rechnen muss - doppelt so viele wie im Frühjahr geschätzt. Bis zu 40.000 Menschen kommen zu uns nach Sachsen. Denn alle Flücht­linge, die in Deutsch­land einreisen, werden auf die Bundes­länder verteilt. Sachsen muss davon gut fünf Prozent aufnehmen. Wegen der steigenden Flücht­lings­zahlen kommt Sachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich am Donnerstag mit seinen Minis­tern zusammen. Das Kabinett berät über die Folgen der neuen Schät­zung. Es braucht wohl neue Unter­künfte in Sachsen, damit die Flücht­linge menschen­würdig unter­kommen. Die Suche nach Stand­orten wird jetzt verstärkt werden müssen. Jung fordert bessere Abspra­chenIn der Frage der Unter­brin­gung von Flücht­lingen fordert Oberbür­ger­meister Burkhard Jung unter­dessen eine engere Zusam­men­ar­beit der Behörden. Es brauche vor allem eine bessere Absprache zwischen dem Freistaat und den Kommunen vor Ort. Eine Unter­brin­gung von mehr als 400 Menschen in der Ernst-Grube-Halle an der Jahnallee hält Jung für eine absolute Notlö­sung. Ein geeig­netes Gebäude sei zum Beispiel das ehema­lige Kinder­kran­ken­haus in der Oststraße in Reudnitz, so Jung. Dieses gehört dem Land.