Mehr Pflegepersonal für mitteldeutsche Kliniken gefordert
Die Pflegekräfte in sächsischen Kliniken gehen auf dem Zahnfleisch. Das geht aus einer Untersuchung der Gewerkschaft ver.di hervor. Nun wird mehr Personal gefordert. Vor allem in den Nachtschichten sei der Bedarf groß. Derzeit kommt im Schnitt auf 24 Patienten eine Fachkraft. Die Versorgung könne so nicht ausreichend gedeckt werden, zudem sei es für die Angestellten unmöglich, die vorgeschriebenen Pausen einzulegen. Ziel müsse es sein, die Nachtschichten wieder mit mindestens zwei Pflegekräften zu besetzen. Besonders dringend sei der Bedarf auf den Intensivstationen. Dort muss eine Kraft im Schnitt für 3,3 Patienten aufkommen. Gesetzlich vorgeschrieben seien aber zwei Fachkräfte. Die Gewerkschaft will sich künftig verstärkt für mehr Personal einsetzen. Streiks in Krankenhäuser seien aber nicht zu erwarten. Bei der nächtlichen Untersuchung wurden mehr als 300 Pflegekräfte in 30 mitteldeutschen Kliniken zu ihrer Arbeitssituation befragt.