- Die Polizei bittet darum, keine Panik zu verbreiten und konkrete Hinweise direkt über die 110 zu melden.
Mehrere verfolgte Schülerinnen: Angst in Engelsdorf
Im Leipziger Stadtteil Engelsdorf sind diese Woche mindestens zwei Mal Mädchen von unbekannten Männern auf dem Schulweg verfolgt worden, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
Nun haben viele Menschen in Engelsdorf Angst: In einigen Messenger-Gruppen würden Gerüchte und Warnhinweise zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen kursieren. Die Polizei bittet darum, keine unbestätigten Informationen zu verbreiten und diese lieber direkt an sie zu melden - per Notruf 110.
Man nehme „jeden Hinweis sehr ernst“ und gehe „diesen mit größter Sorgfalt nach.“ Derzeit habe keine konkrete Gefährdung festgestellt werden könne. „Die Bürgerpolizisten sind seit Bekanntwerden der besagten Fälle bei den betreffenden Schulen im Einsatz und als Ansprechpartner vor Ort“, erklärt ein Polizeisprecher.
Konkret bekannt wurden bisher zwei Fälle in der Nähe von zwei Schulen: Zum Einen habe am Montag ein Mann mehrere Schülerinnen auf der Riesaer Straße beim Weg zur Schule verfolgt. Im zweiten Fall soll ein Mann eine Schülerin aus einem Auto heraus angesprochen und sie anschließend zu Fuß verfolgt haben. Angesprochen worden seien die Kinder hier jedoch nicht.
Dennoch sollen Eltern mit ihren Kindern darüber sprechen und feste Verhaltensregeln einüben. Die wichtigsten Fragen dazu seien laut Polizei folgende:
- Soll Ihr Kind nach der Schule immer erst nach Hause kommen oder darf es gleich zum Spielen gehen?
- Wie soll Ihr Kind Sie über den Aufenthaltsort (des Spiels oder der Aktivität) informieren (z. B.: durch Anruf, Zettel, vorherige Absprache)?
- Wann genau soll Ihr Kind zu Hause sein?
- Mit wem darf Ihr Kind, ohne vorherige Absprache, mitfahren (z. B.: mit den Großeltern, mit den Eltern eines Freundes/einer Freundin)?
- Mit wem und auf welchem festgelegten Schulweg soll Ihr Kind nach Hause gehen bzw. fahren? Tipp: Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wo es sich bei Bedarf Hilfe holen kann (so genannte „Hilfe-Inseln“, z. B.: Geschäfte, Mütter mit Kindern).
- Wem darf Ihr Kind zu Hause, wenn es alleine ist, die Tür öffnen?
- Soll Ihr Kind selbstständig Telefonate annehmen und welche Auskünfte darf es erteilen?
- Wie soll sich Ihr Kind verhalten, wenn ein Erwachsener um Hilfe oder Auskunft bittet?
- Wo kann Ihr Kind spontan um Hilfe bitten, wenn ihm zum Beispiel auf dem Schulweg etwas oder jemand Angst macht oder es sich verlaufen hat?
Hier kann man sich dazu auch schlau machen.
