Minihirsche im Zoo Leipzig müssen doch nicht an Raubtiere verfüttert werden
Aufatmen im Zoo Leipzig. Die chinesischen Minihirsche müssen nun doch nicht getötet werden. Am Montagvormittag teilte der Zoo Leipzig mit, dass die vier im Zoo lebenden Muntjaks geschlachtet und an die Raubtiere verfüttert werden müssen. Laut einer EU-Verordnung sei das nicht mehr zu verhindern.
Nun die positive Wende: Die Verordnung schreibe das Töten von Tieren nicht vor, erklärte Reinhard Hönighaus, Sprecher der EU-Kommission in Berlin. Zoos könnten die in der Verordnung aufgeführten Tiere bis zu deren natürlichen Tod halten. Die Halter müssen nur darauf achten, dass die Tiere nicht entkommen oder sich vermehren.
Der Zoo Leipzig will jetzt neu darüber beraten, was mit den Tieren geschieht. Eigentlich hatte der Zoo schon länger geplant, die Tiere abzugeben. Das wäre jetzt wieder möglich. Zuvor war man davon ausgegangen, dass die Muntjaks nicht mal mehr transportiert werden dürfen.
Hintergrund ist der Erhalt des Ökosystems. Muntjaks gehören zu den invasiven Arten. Sie kommen eigentlich aus Asien und haben hier perfekte Bedingungen, um sich ungehindert zu vermehren. Zu den invasiven Arten gehören zum Beispiel auch Waschbären oder Nutrias.