Ministerpräsident Michael Kretschmer übergibt Bundesverdienstorden

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Stellvertretend für den Bundespräsidenten übergibt ab heute Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer Bundesverdienstorden. Damit werden Menschen geehrt, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Wegen der Corona-Krise werden heute die ersten 5 Sachsen geehrt – dazu zählen u.a. Prof. Dr. Steffen Friedrich, Wissenschaftler und Hochschullehrer aus Dresden oder Sabine Meißner. Sie kümmert sich um die Ausbildung des Berufsnachwuchses in der chemischen Industrie – gemeinsam mit Kollegen verfasste sie viele Fachbücher für dieses Berufsbild. Mehr Infos zu den Preisträgern erfahren Sie auch auf unserer Internetseite.

Ausgezeichnet werden im Einzelnen:

Donnerstag, 2. Juli, 14 Uhr

Prof. Dr. päd. habil. Steffen Friedrich, Dresden

Prof. Dr. päd. habil. Steffen Friedrich (68) hat sich als bedeutender Wissenschaftler und Hochschullehrer hohe nationale und internationale Anerkennung erworben. Bereits Ende der 1980er Jahre setzte er sich als Gründungsmitglied der Gesellschaft für Informatik für eine Ausbildung von Lehrern an Hochschulen und Universitäten für das Unterrichtsfach Informatik ein. Nach der deutschen Wiedervereinigung konzipierte er gemeinsam mit dem sächsischen Kultusministerium erfolgreich ein berufsbegleitendes Studium für Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien. Außerdem wirkte er hoch engagiert an der Ausarbeitung der ersten Lehrplan-Generation mit. Seit 1995 war er als außerplanmäßiger Professor an der Fakultät Informatik der TU Dresden tätig und beschäftigte sich dort weiter intensiv mit der Lehrerbildung. Zusammen mit der TU Dresden und dem Kultusministerium begleitete und leitete er die Projekte »Sächsischer Bildungsserver" und »Sächsische Schuldatenbank". Durch sein herausragendes Engagement hat er dazu beigetragen, dass junge Menschen auf ein aufgeklärtes und selbstbestimmtes Leben in der Informationsgesellschaft vorbereitet werden

Sabine Meißner, Dresden

Für Sabine Meißner (62) ist die Ausbildung des Berufsnachwuchses in der chemischen Industrie eine Herzensangelegenheit. Seit zwei Jahrzehnten ist sie als ehrenamtliche Prüferin bei der IHK Dresden für die Auszubildenden in den Berufen Chemielaborant, Chemikant und Produktionsfachkraft Chemie sowie in den umwelttechnischen Berufen wie Fachkraft für Abwassertechnik bzw. Fachkraft für Wasserversorgungstechnik tätig. Maßgeblich beteiligt sie sich an der Entwicklung bundesweit geltender Prüfungsaufgaben für die Auszubildenden. Um angehenden Chemielaboranten das bestmögliche Rüstzeug mitzugeben, verfasste sie zusammen mit Kollegen in unzähligen Arbeitsstunden Fachbücher für dieses Berufsbild. Sabine Meißner sichert mit ihrem hohen fachlichen Wissen und großen ehrenamtlichen Engagement ein bundesweit erfolgreiches Prüfungswesen im Bereich der chemischen Industrie. Darüber hinaus stärkt sie durch ihr außergewöhnliches Wirken das duale Ausbildungssystem sowie die Fachkräftegewinnung in der Bundesrepublik Deutschland.

Matthias Schrack, Radeburg

Matthias Schrack (68) engagiert sich seit mehr als 50 Jahren für den Naturschutz in seiner Heimatregion. In seiner langjährigen leitenden Tätigkeit in verschiedenen Gremien des Naturschutzes motivierte er eine Vielzahl von Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, sich mit Natur-, Pflanzen- und Heimatschutz sowie der Ornithologie zu beschäftigen. Bereits im Alter von 15 Jahren gründete Matthias Schrack die Arbeitsgemeinschaft Vogelkunde in Weixdorf. Mit großem Einfühlungsvermögen begeisterte er auch seine Altersgefährten für die naturkundliche Arbeit. Die Schwerpunkte seines ehrenamtlichen Wirkens sind die Dokumentation von Tieren und Pflanzen sowie Lebensstätten und Elementen historischer Kulturlandschaften. Er veröffentlichte zahlreiche Fachliteratur, beteiligte sich an Schülerbildungsprojekten und weist durch seine viel beachtete Öffentlichkeitsarbeit auf die Belange des Naturschutzes hin. Dank seiner kontinuierlichen Arbeit konnte das Wissen über die heimische Natur und Landschaft vertieft und wertvolle Bereiche unter Schutz gestellt werden.

Kurt Weißhaupt, Hohnstein

Kurt Weißhaupt (78) hat für den Tourismus in der Region Nationalpark Sächsische Schweiz und insbesondere für die Stadt Hohnstein Herausragendes geleistet. Von 1996 bis 2008 führte er ehrenamtlich die Geschäfte der Tourismusfördergesellschaft der Stadt. Nach dem Motto ,,Was kann ich für mein Land, meine Stadt, mein Dorf und meine Mitmenschen tun?" setzte sich Kurt Weißhaupt uneigennützig und vorbildhaft für seine Heimat, insbesondere für den Natur-, Umwelt- und Heimatschutz sowie den Tourismus ein. Er unterstützte zahlreiche Projekte in seiner Region, darunter Maßnahmen zum Erhalt von Wanderwegen und Rastplätzen, einen besonderen Lehrpfad und eine Heimatscheune, in der das Leben im Dorf der Vorkriegszeit anschaulich dargestellt wird. Zudem ist Kurt Weißhaupt Gründer und Vorsitzender des ,,Gästevereins Rathewalde" sowie Vorsitzender des örtlichen Geflügelvereins. Hörbar setzt er sich in seinem Ort und der gesamten Region für ein friedliches Miteinander ein und stellt sich gegen Feindseligkeiten gegenüber Fremden und Asyl suchenden Familien.

Monika Koch, Hartha

Monika Koch (67) hat sich über ein Vierteljahrhundert für die Belange des Berufsstandes der Apotheker eingesetzt. Sie ist selbst als Apothekerin tätig. Nach der Wende baute sie die Park-Apotheke in Hartha auf. Seitdem führt sie diese erfolgreich als mittelständische Unternehmerin und Arbeitgeberin. Neben ihrem beruflichen Wirken war und ist sie im pharmazeutischen Bereich ehrenamtlich äußerst engagiert - in Landes- und Bundesverbänden. Dank ihres unermüdlichen und wirkungsvollen Einsatzes konnte ein Pilotprojekt der Ärzte und Apotheker Sachsens und Thüringens sowie der AOK PLUS ins Leben gerufen werden. Mit der Arzneimittelinitiative ARMIN verbessert sich die Arzneimitteltherapiesicherheit und stärkt damit auch die Therapietreue von Patienten. Darüber hinaus ist Monika Koch seit 2015 Beisitzerin im Vorstand des Fördervereins Deutsches-Apotheken-Museum.

Freitag, 3. Juli, 16.30 Uhr

Günter Hartmann, Rosenthal-Bielatal

Günter Hartmann (80) wird ausgezeichnet für seine herausragenden uneigennützigen Leistungen für die Menschen in seiner Kirchengemeinde sowie für Familien und Kinder aus der Region rund um Tschernobyl. Günter Hartmann war mehr als vier Jahrzehnte in seiner Gemeinde als Pfarrer tätig. Besonders hervorzuheben sind seine herausragenden Leistungen bei der Einführung des Religionsunterrichts an den Schulen im Freistaat Sachsen. Er selbst unterrichtete über 20 Jahre als Religionslehrer in Rosenthal. In seinem Unterricht ging er alljährlich auf das Geschehen und die Folgen des Reaktorunglücks von Tschernobyl ein. Seine Vorträge und Berichte motivierten viele seiner Schüler dazu, selbst aktiv an der humanitären Hilfe mitzuwirken. Günter Hartmann gründete in den 90er Jahren das ehrenamtliche Projekt »Kinder von Tschernobyl«. Bis heute setzt er sich aktiv für den Austausch mit den Menschen in dem betroffenen Katastrophengebiet um Bragin und Gomel ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Weißrussland und Deutschland.

Anna Wankiewicz-Heise und Dr. Christoph Heise, Görlitz

Anna Wankiewicz-Heise und Dr. Christoph Heise haben sich gemeinsam über Jahrzehnte hinweg für den Ausbau der deutsch-polnischen Begegnungen eingesetzt. Durch ihr gemeinsames bemerkenswertes Engagement ist es dem Ehepaar gelungen, einen eindrucksvollen und nachhaltigen Prozess auf den Weg zu bringen und somit einen großen Beitrag für Völkerverständigung und Friedensarbeit zu leisten.

Dr. Christoph Heise (77) war seit Ende der 1970er beim Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Frankfurt am Main tätig. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs setzte sich die Gewerkschaft das Ziel, Menschen aus Polen und Deutschland zusammenzubringen. Dr. Heise war maßgeblich beteiligt am Aufbau vielfältiger Kooperationen mit polnischen Gewerkschaften und Lehrerverbänden und förderte den Aufbau von deutsch-polnischen Schulpartnerschaften sowie Schüleraustausche. Darüber hinaus betreute er viele weitere Solidaritäts- und Bildungsprojekte in verschiedenen Ländern, unter anderem in Israel, Nicaragua, Guatemala und Südafrika.

Anna Wankiewicz-Heise (62) betreute ehrenamtlich eine Vielzahl von deutsch-polnischen Begegnungen - als Dozentin und Dolmetscherin. Sie war Co-Organisatorin bei fast allen Konferenzen wie beispielsweise bei den von ihrem Ehemann organisierten Anti-Kriegs-Konferenzen in den Jahren 1991 bis 2000. Dank ihrer intensiven Sprachvermittlung und Überzeugungskraft gelang es ihr, bekannte Persönlichkeiten aus dem kulturellen Bereich als aktive Teilnehmer für die deutsch-polnische Verständigung zu gewinnen. Anna Wankiewicz-Heise verfasste darüber hinaus eine Vielzahl an Artikeln in deutscher und polnischer Sprache zu den Themen und übersetzte unzählige deutsche Artikel in die polnische Sprache.

Andreas Taesler, Herrnhut

Andreas Taesler (67) engagierte sich in besonderem Maße für die Rettung, Sanierung und Belebung des historischen Zinzendorf-Schlosses in Herrnhut. Er war 1998 Gründungsmitglied und ist seit 2008 Vorsitzender des Freundeskreises Zinzendorf-Schloss Berthelsdorf e. V. Von 1987 bis zu seinem Ruhestand 2018 war er Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Berthelsdorf-Strawalde und Herrnhut. Das im 18. Jahrhundert errichtete Zinzendorf-Schloss gilt als Prototyp des Herrnhuter Barock und war Keimzelle der bis heute weltweit tätigen evangelischen Brüder-Unität. In unermüdlicher Kleinarbeit und mit enormem Zeitaufwand warb Andreas Taesler in der Öffentlichkeit um Spenden, bat Politik und Kirche um Unterstützung, legte selbst Hand beim Bau an und kümmerte sich um eine effektive Vereinsarbeit sowie ein klares Sanierungs- und Nutzungskonzept. Heute finden Tagungen, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Schüler-Projektwochen und Führungen im sanierten Schloss statt. Durch seinen Einsatz konnte das für die Geschichte der Region und Herrnhuter Gemeinde bedeutende Schloss für die nächsten Generationen gerettet werden.

Wolfgang Vogel, Chemnitz

Wolfgang Vogel (76) hat sich mehr als zwei Jahrzehnte als Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Eisenbahnfreunde Richard Hartmann Chemnitz e. V.« für den Erhalt des historischen Rangierbahnhofs Chemnitz-Hilbersdorf mit seiner historischen Seilablaufanlage als Industriedenkmal eingesetzt. Als europäisches Denkmal von hohem Rang wurde das Ensemble der verbliebenen Teile der Seilablaufanlage in die Denkmalliste des Landes Sachsen aufgenommen. Dieser Erfolg ist besonders Wolfang Vogel zuzuschreiben. Der zwischen 1896 und 1902 errichtete Rangierbahnhof war innerhalb der Reichsbahndirektion Dresden nach dem Bahnhof Dresden-Friedrichstadt der größte Rangierbahnhof. Im Jahr 1990 wurde er stillgelegt. Bereits im November 1989 gründete sich der Verein. Ziel war es, alle von Richard Hartmann gebauten und betriebsfähigen Dampflokomotiven instand zu halten und weitere zu erwerben. Wolfgang Vogel scheute keine Mühen, keine Risiken und kein Geld, um diese europaweit einzigartige Technologie vor dem Untergang zu bewahren und zu musealen Zwecken zu erhalten.

Samstag, 4. Juli, 14 Uhr

Alexander Latotzky, Berlin

Ziel von Alexander Latotzky (72) ist es, das Unrecht in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR-Diktatur aufzuklären. Seit mehr als drei Jahrzehnten widmet er sich mit großem Einsatz der Aufklärung von Schicksalen von seinerzeit in Lagern und Gefängnissen geborenen Kindern. Er gründete den Verein »Kinder hinter Stacheldraht e. V.« und wirkt seit vielen Jahren als Vorsitzender des Bautzen-Komitees. Latotzky selbst wurde 1948 im damaligen sowjetischen Speziallager Bautzen geboren. Was nach der Wende zunächst mit der Suche nach den eigenen Wurzeln begann, wurde zu einer Forschung nach dem Schicksal anderer Frauen und Kinder aus den Lagern. Inzwischen hat er eine Vielzahl von Schicksalen aus den Jahren von 1945 bis zum Ende der DDR erforscht und publik gemacht. Bis heute setzt er sich für die Aufklärung und Information der nachfolgenden Generationen ein. Durch seine Recherchen in deutschen und russischen Archiven hilft er mit, dass «Lagerkinder" Informationen über ihre russischen Väter erhalten und dass auch in Russland über die deutschen Opfer des Stalinismus berichtet wird.

Prof. Dr. Werner Schneider, Leipzig

Der Physiker und Hochschullehrer Prof. Dr. Werner Schneider (69) ist der Ideengeber, Initiator und die Antriebskraft der »Leipziger Notenspur«. Seit mehr als 20 Jahren setzt er sich mit der Leipziger Musikgeschichte auseinander. Sein Ziel ist es, die Wohn- und Wirkungsstätten der Komponisten, die in der Stadt Leipzig lebten, wieder sichtbar zu machen. In kaum einer anderen Stadt lebten und arbeiteten so viele Komponisten wie in Leipzig. Die von ihm entwickelte »Notenspur« ist ein 5,1 Kilometer langer Spazierweg, der durch die Leipziger Innenstadt führt. Mit viel Engagement entwickelte Prof. Dr. Schneider weitere Projekte rund um Leipzigs musikalische Geschichte. So entstand der »Notenbogen«, der sich mit dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert beschäftigt und das »Notenrad«, ein musikbezogener Radwanderweg. Mit Begeisterung entwickelte er auch einen »Notenspur-Entdeckerpass« für Kinder. Durch sein leidenschaftliches und engagiertes Wirken hat er eine für Sachsen und Deutschland einmalige Verbindung historischer und aktueller Musikstätten geschaffen.

Prof. Dr. Uwe-Frithjof Haustein, Markkleeberg

Prof. Dr. Uwe-Frithjof Haustein (83) ist ein national und international angesehener Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der Dermatologie. Hautkrankheiten zu erforschen und zu heilen – das war jahrzehntelang sein Anliegen. Er profilierte die Leipziger Universitätshautklinik zu einem weltweit anerkannten Zentrum der Immundermatologie. Mit seiner Forschung im Bereich Autoimmunkrankheiten hat er sich weit über Deutschland hinaus einen exzellenten Ruf erarbeitet. Auch nach seiner Emeritierung stellte Prof. Dr. Haustein weiterhin wichtige Forschungsfragen im Bereich der Autoimmunkrankheiten. Damit verkörpert er die für das universitäre Leben so notwendige Einheit von klinischer Arbeit, Forschung und studentischer Ausbildung. Heute engagiert er sich ehrenamtlich in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften für die Forschung in Sachsen. Als Vorsitzender des Fördervereins der Akademie setzt er sich in besonderem Maße für die Förderung von Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Nachwuchs ein.

Marina Lemke, Eilenburg

Marina Lemke (65) zeichnet sich durch ihr herausragendes ehrenamtliches Wirken im Bereich der Gleichstellungsarbeit in verschiedenen Funktionen und Gremien auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene aus. Sie ist seit 1991 im Sozialverband VdK Sachsen e.V. (Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Sachsens) tätig. Sie ist Gründungsmitglied und zählt zu den aktivsten und engagiertesten Mitgliedern des Verbandes. Aktuell vertritt sie den sächsischen Landesverband in der Bundesfrauenkonferenz. Als Behindertenbeauftragte informiert und berät sie den Landkreis Nordsachsen, gibt Impulse für die Fortentwicklung der Behindertenpolitik und vermittelt ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Marina Lemke ist auch eine geschätzte Partnerin und Ansprechpartnerin des sächsischen Sozialministeriums, des sächsischen Behindertenbeauftragten sowie der Sozialgerichtsbarkeit im Freistaat.

Dr. Thomas Schuler, Chemnitz

Dr. Thomas Schuler (75) setzte sich über zwei Jahrzehnte ehrenamtlich für Begegnung und Austausch ein. Hervorzuheben ist dabei vor allem sein Engagement zur Förderung einer positiven Fankultur. Bereits seit 1994 ist er ehrenamtlich für die Arbeiterwohlfahrt tätig - zunächst als Vorstandsmitglied und später als Vorstandsvorsitzender des Kreisverbandes Chemnitz und Umgebung e. V. Dr. Thomas Schuler konzipierte das Fan-Projekt der Arbeiterwohlfahrt. Seit 2007 ist es das Ziel, durch Jugendsozialarbeit unter Fußballfans im Chemnitzer Raum eine positive Fankultur zu fördern und extremistische Weltbilder abzubauen. Darüber hinaus engagiert sich Dr. Schuler unter anderem in der Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag, die alljährlich das Gedenken an die Bombardierung von Chemnitz 1945 organisiert. Weiterhin wirkt er im Ehrenamt als Museumsberater und Dozent im Internationalen Museumsrat ICOM mit und ist dort für die Themen Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutz für Museen ein wertvoller Ansprechpartner.