• (Foto: Blaulicht­mel­dung Mittel­deutsch­land)

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Mord an Flüchtling in Leubnitz-Neuostra aufgeklärt

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Der Mord an dem Asyl-Bewerber Khaled Idris ist offenbar aufge­klärt. Ein Mitbe­wohner des 20-jährigen Flücht­lings aus Eritrea sitzt in Unter­su­chungs­haft. Es wurde Haftbe­fehl wegen Totschlags erlassen, teilte Staats­an­walt Jan Hille mit.  Laut Hille handelt es sich bei dem Verdäch­tigen um einen 26-Jährigen:

"Insbe­son­dere die moleku­lar­ge­ne­ti­sche Auswer­tung der gesicherten mutma­ß­li­chen Tatwaffe, führten heute zur Festnahme eines eritrei­schen Tatver-dächtigen. Der 26-jährige Beschul­digte steht im dringenden Verdacht, am 12.01.2015 in der Zeit zwischen 20 und 21 Uhr im Innenhof des Wohnhauses durch mehrere Messer­stiche seinen Mitbe­wohner tödlich verletzt zu haben", so Hille.

Motiv war Streit um Haushalt

Nach ersten Aussagen des Beschul­digten ist ein Streit über die Haushalts­füh­rung eskaliert. Auf Antrag der Staats­an­walt­schaft hat das Amtsge­richt Dresden gegen den Beschul­digten wegen Totschlags Haftbe­fehl erlassen und den Vollzug der Unter­su­chungs­haft angeordnet.

Die Leiche des 20 Jahre alten Eritreers war am 13. Januar im Hof eines Platten­baus in Leubnitz-Neuostra gefunden worden. Dort hatte der Asylbe­werber mit sieben anderen Flücht­lingen aus Afrika in einer Wohnung gelebt.

Erst einen Tag später war klar, dass der junge Mann ersto­chen wurde, deshalb wurden Vorwürfe gegen die Polizei laut. Zudem wurde von einer fremden­feind­lich motivierten Tat ausge­gangen, diese Vorwürfe haben sich nun offen­sicht­lich nicht bestä­tigt.