++ EIL ++

Mord ohne Leiche - Prozessauftakt verschoben

Zuletzt aktualisiert:

Am Landge­richt Leipzig sollte am Diens­tag­morgen der Prozess um einen Mord ohne Leiche beginnen. Der Auftakt wurde jedoch verschoben, weil die Staats­an­walt­schaft einen schweren Fehler begangen haben soll, behauptet einer der Vertei­diger. Angeklagt sind eine Mutter, ihre 17-jährige Tochter und deren Freund. Die drei sollen den Ex-Freund der Tochter aus Habgier getötet haben. Doch zur Ankla­ge­ver­le­sung kam es nicht, weil ein Schreiben, in dem sich der neue Freund der Tochter zur Tat äußert, fälsch­li­cher­weise an die Staats­an­walt­schaft weiter­ge­leitet wurde. Weil das Schreiben auf arabisch war hatte es die Vertei­di­gung an eine Dolmet­scherin weiter­ge­leitet, ihr Freund wiederum übergab es der Polizei - daraufhin landete es bei der Staats­an­walt­schaft. Da das Postge­heimnis verletzt wurde, sei es als Beweis­mittel nicht zulässig, so die Vertei­di­gung. Der Prozess wurde zunächst auf den 7. September vertagt.Mutter und Tochter stammen aus Syrien, in einem Asylbe­wer­ber­heim in Chemnitz lernten sie ihr späteres mutma­ß­li­ches Opfer – einen 30-jährigen Dolmet­scher aus Afgha­nistan - kennen. Später zogen sie nach Leipzig. Im November vergan­genen Jahres sollen sie den Mann dann gemeinsam mit dem neuen Freund der Tochter getötet, sein Konto und seine Wohnung geplün­dert haben. Die Leiche des Mannes wurde jedoch nie gefunden.