Mutmaßlicher Drahtzieher von kino.to vor dem Landgericht
Vor dem Landgericht muss sich ab dem Nachmittag ein mutmaßlicher Drahtzieher des illegalen Filmportals Kino.to verantworten. Dem gebürtigen Hamburger, der zuletzt in Leipzig wohnte, wird gewerbsmäßige unerlaubte Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in mehr als einer Million Fällen vorgeworfen. Bastian P. war nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht etwa ein kleiner Fisch im kino.to-Netzwerk, vielmehr soll er es ermöglicht haben, dass Millionen von Nutzer auf urheberrechtlich geschützte Filme und Serien zugreifen konnten. Dabei haben die Betreiber jede Menge Geld – meist durch Werbung - gemacht. Die Ermittler fanden etwa 2,5 Millionen Euro auf diversen Konten. Im Sommer letzten Jahres wurde die Website dicht gemacht. Der Angeklagte saß bis jetzt in Untersuchungshaft, bei einer Verurteilung erwarten ihn bis zu 5 Jahre Gefängnis.