++ EIL ++

Mutmaßlicher Mörder von Döbelner Imbiss-Besitzer vor Gericht

Zuletzt aktualisiert:

Der Mord an einem Pizzeria-Besitzer in Döbeln beschäf­tigt ab Mittwoch das Chemnitzer Landge­richt. Angeklagt ist ein 33 Jahre alter Iraker. Er soll den 41-jährigen Imbiss-Besitzer im November letzten Jahres mit drei Schüssen aus nächster Nähe getötet haben. Der aus dem Libanon stammende Mann war sofort tot. Er musste sterben, weil er offenbar einem Freund des Killers die Frau ausge­spannt hatte. Nach der Tat hielt sich der mutma­ß­liche Todes­schütze monate­lang versteckt. Erst im März konnte er von einer Sonder­kom­mis­sion in Döbeln gefasst werden - keine tausend Meter vom Tatort entfernt. Die Tatwaffe fand die Kripo in der Freiberger Mulde. Für den Prozess am Chemnitzer Landge­richt sind elf Verhand­lungs­tage angesetzt. Weil der Angeklagte die Tat bestreitet, wird sich die Beweis­auf­mahme sehr schwierig gestalten. Mehr als 40 Zeugen sind geladen, darunter die Freundin des Opfers. Sie musste die Tat mit ansehen, erkannte den Todes­schützen aber nicht, weil dieser eine Maske trug. Die Richter können sich also nur auf Indizien stützen. Mit einem Urteil wird Ende November gerechnet.