Nach Brandanschlag auf Baukräne: Bauunternehmer kritisiert Stadtspitze
Nach dem Brandanschlag auf die Baustelle des ehemaligen Technischen Rathauses an der Prager Straße hat nun der Bauunternehmer Bilanz gezogen. Laut Christoph Gröner von der CG-Gruppe verzögern sich die Arbeiten durch den Anschlag um 4 bis 6 Wochen. Der Schaden soll zwischen 15 und 20 Millionen Euro liegen. Die Kosten übernimmt die Versicherung.
Der Bauunternehmer hat auch erneut Oberbürgermeister Burkhard Jung kritisiert. Laut Gröner habe sich der OBM in seinem Statement zum Anschlag nur um die Anwohner besorgt gezeigt, nicht aber um die Mitarbeiter der CG-Gruppe, die versucht hatten den Brand zu löschen.
Missverständnis sorgte für Sicherheitslücke
Gröner vermutet, dass die Brandstifter aus dem linksextremen Spektrum kommen. Die Ermittler schließen einen politischen Hintergrund nicht aus. Allerdings gebe es bisher weder konkrete Hinweise auf die Täter noch ein Bekennerschreiben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ricardo Schulz.Am Tag des Anschlags hatte es eine Sicherheitslücke auf dem Gelände gegeben. Wie Gröner bestätigt, gab es ein Missverständnis bei der Absprache mit dem Sicherheitsunternehmen. Deshalb war in der Nacht des Anschlags kein Sicherheitspersonal an der Baustelle. Da Bauprojekte der CG-Gruppe bereits mehrfach Ziel von Anschlägen waren, werden die Baustellen grundsätzlich bewacht.