Nach Explosionen in Zwickau und Eisenach: Polizei jagt mutmaßliche Schwerverbrecherin
In der am Freitag explodierten Doppelhaushälfte in Zwickau-Weißenborn haben Schwerverbrecher gelebt. Die zwei Bankräuber (34/38), die am selben Tag wenige Stunden vorher in einem ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach erschossen aufgefunden wurden, wohnten dort mit einer Frau zur Untermiete, teilte die Zwickauer Staatsanwaltschaft mit. Nach der 36-Jährigen werde gefahndet. Sie stehe im Verdacht, das Haus angezündet zu haben. Ihre Komplizen erschossen sich nach Polizeiangaben selbst.
Und der Fall zieht Kreise: Im Wohnmobil der Toten tauchten die verschwundenen Dienstwaffen einer 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin und ihres seinerzeit schwer verletzten Kollegen auf. Bekannt wurde der Fall, der mehrfach die Sendung "Aktenzeichen XY" beschäftigte, auch durch eine Fahndungspanne: Monatelang suchten Ermittler nach einem Phantom. DNA-Spuren der unbekannten Frau waren an mehr als 35 Tatorten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland gefunden worden. Im März 2009 räumten die Ermittler schließlich ein, dass die Spuren von einer Arbeiterin stammten, die mit den Taten nichts zu tun hatte. Sie war beim Verpacken mit den Wattestäbchen in Kontakt gekommen, die für die Spurensuche benutzt wurden.