Leipzigs ältestes Kaffeehaus öffnet im Sommer wieder
Nach mehr als fünf Jahren Sanierung soll im Spätsommer der Coffe-Baum, ein über 300 Jahre altes Café, in der Innenstadt neu eröffnet werden. Die Sanierung des bekannten historischen Gebäudes mit Kaffee-Museum hat fast vier Millionen Euro gekostet.
Eingebaut wurden unter anderem rund 50 neue Brandschutzfenster. „90 Prozent sind schon drin“, erzählt der damit beauftragte Tischlermeister Manfred Elstermann von der Tischlerei „Bergunter“. Außerdem würde sich seine Firma um die Brandschutzelemente des neuen Küchenbereiches kümmern.
Laut Dr. Anselm Hartinger vom Stadtgeschichtlichen Museum sei auch bereits ein neuer Pächter für die Gastronomie gefunden worden: Kein Unbekannter, wie wir aus sicherer Quelle erfahren haben. „Er wird demnächst öffentlich vorgestellt“, so Hartinger.
OB Burkhard Jung freut sich über die Fertigstellungstellung demnächst: „Der Coffee-Baum war früher unser zweites kleines Rathaus. Hier sind Personalgespräche geführt worden, hier haben wir mit der Bürgermeisterrunde getagt.“ Es sei ein „wundervoller Ort“, an dem schon Robert Schumann mit seinen Brüdern früher Musikgeschichte geschrieben hätte.
Der Coffee-Baum gehört zu den ältesten, ab 1711 (bis Anfang 2019) durchgehend geöffneten Kaffeehäusern Europas. Seit 1998 ist oben ein Museum untergebracht, dass sich mit der sächsischen Kaffee-Kultur beschäftigt. Hartinger: „Selbst August der Starke hat hier schon Kaffee getrunken.“