Nach Revision im Groitzscher Mordprozess keine schnelle Entscheidung in Sicht
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Der Dreifach-Mord von Groitzsch wird die Justitz noch einige Monate lang beschäftigen. Gestern sind sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung in Revision gegangen. Die Anklage fordert für den zu lebenslanger Haft verurteilten Guido N. eine nachträgliche Sicherungsverwahrung. Der 41-Jährige selbst sieht sich weiter als Opfer und verlangt einen Freispruch. Das Landgericht hat nun vier Wochen Zeit, das Urteil von letzter Woche schriftlich zu begründen. Danach müssen Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Sicht der Dinge erläutern. Erst dann kann der Bundesgerichtshof entscheiden, ob der Fall neu aufgerollt wird. Laut einer Gerichtssprecherin wird das mindestens drei Monate dauern.