Nach Urteil im Fall des ermordeten Kamal K. - Revision erwartet
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Im Fall des ermordeten Irakers Kamal K. wird erwartet, dass zumindest der Haupttäter Widerspruch gegen das Urteil einlegen wird. Laut einer Gerichtssprecherin hat er nichts zu verlieren, da er höchstwahrscheinlich nie wieder auf freien Fuß kommen wird. Mit 13 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung ging der vorsitzende Richter gestern noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Er verurteilte Marcus E. wegen Mordes und nicht nur wegen Totschlags. Der 29-jährige Mitangeklagte wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die beiden hatten den 19-jährigen Kamal K. im Oktober letzten Jahres vor dem Hauptbahnhof in eine Schlägerei verwickelt. Marcus E. rammte ihm ein Klappmesser in den Bauch.