Nach Wohnungsdurchsuchungen in Leipzig gelingt Zoll großer Schlag gegen Drogenhändlerring
Dresdner Zollfahndern ist ein großer Schlag gegen einen internationalen Drogenhändlerring gelungen. Insgesamt sind Ende April fünf Wohnungen in Leipzig und Berlin, eine Lagerhalle in Brandenburg und ein spanischer Tanklastwagen durchsucht worden. Dabei haben die Beamten über 220 kg Marihuana gefunden. Das entspricht einem Straßenverkaufswert von etwa 2,2 Millionen Euro. Das Zollfahndungsamt Dresden ermittelte bereits seit Juni 2018 gegen die internationale Tätergruppierung. Diese steht laut den Beamten in Verdachte mit Hilfe von Logistikunternehmen Marihuana im dreistelligen Kilogrammbereich von Spanien nach Deutschland einzuschmuggeln und anschließend in mehreren deutschen Bundesländern zu verkaufen.Das Amtsgericht Dresden erließ jetzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden Haftbefehle gegen sechs Männer im Alter zwischen 22 und 45 Jahren mit deutscher, albanischer, turkmenischer und spanischer Herkunft und ordnete Untersuchungshaft gegen diese an. Ein 44-jähriger Deutscher aus Berlin wurde mittlerweile aus dem Vollzug wieder freigelassen.Wie das Zollamt Dresden mitteilte, sei das der größte Drogenfund des Amtes innerhalb der letzten Zehn Jahre.