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Neonazi-Morde: Tillich will „restlose Aufklärung“

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Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich hat eine "restlose Aufklä­rung" der Neona­zi­morde gefor­dert. Man habe das Ausmaß der rechts­ex­tremen Gefahr offenbar unter­schätzt, sagte der CDU-Politiker am Montag­abend beim ersten Zwickauer Demokra­tie­dialog im Alten Gasometer vor knapp 200 geladenen Gästen.  Es sei "unfassbar, dass ein solcher Rassismus nach den Millionen Opfern des Zweiten Weltkrieges noch möglich ist". Sachsen müsse diesen "braunen Dreck loswerden", fand der Regie­rungs­chef deutliche Worte, und er erneu­erte seine Forde­rung nach einem NPD-Verbots­ver­fahren. Doch der Staat allein schaffe es nicht, den Kampf gegen Rechts zu gewinnen. Hier seien auch Eltern, Schulen, Kirchen und Vereine gefor­dert. Die eine Antwort, wie der Kampf gewonnen werden könne, gebe es nicht, so Tillich.Am 4. November war das Terro­ris­ten­ver­steck in der Frühlings­straße in die Luft geflogen. Weil der Minis­ter­prä­si­dent lange schwieg und auch nicht an der  Kundge­bung am 25. November auf dem Georgen­platz teilnahm, hatte ihn Oberbür­ger­meis­terin Pia Findeiß (SPD) am Jahres­ende kriti­siert. Auf Nachfrage unseres Senders sagte Tillich nun: "Der Minis­ter­prä­si­dent hat Termine, und die kann er nicht kurzfristig absagen."Für ihren Einsatz am 4. November zeich­nete Tillich sechs Feuer­wehr­leute aus. Weil sie den Brand schnell löschten, konnten wichtige Beweise gesichert werden. 

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Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich