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Neue Fahrrad-Task-Force für Leipzig

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Leipzig hat eine neue Fahrrad Task-Force der Polizei. 26 Mitarbeiter sollen sich um das Bearbeiten von gestohlenen Fahrrädern, aber auch um die Präventionsarbeit kümmern: also Codierungen und Registrierung, heißt es von Frank Gurke, Leiter der Polizeidirektion Leipzig. Mit dem Ziel: gestohlene Räder schnellstmöglich dem rechtmäßigen Besitzer zu übergeben. Grund für das Einführen der Task-Force seien die Ermittlungen rund um die gestohlenen Fahrräder, die aus der Asservatenkammer heraus von Polizisten an andere Beamte weiterverkauft wurden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt dazu. Dort sei nicht nach einem vier-Augen Prinzip gearbeitet worden, auch weil es an Personal fehle, gab Frank Gurke zu.

Auch die Systeme der Registrierung von Rädern seien unter die Lupe genommen worden. Neben der Markierung eins Rades mit einem Aufkleber und einer speziellen Nummer, kann ein Rad auch codiert werden, also eine Gravur in den Rahmen bekommen. Vom Ausfüllen eines entsprechenden Antrags durch den Besitzer bis hin zur Eintragung in das polizeiliche System sei aber bisher zu viel Zeit vergangen. Auch da soll die neue Task-Force ansetzen.

Zudem bleibt Leipzig Sachsens Fahrrad-Klau-Hauptstadt. Im Freistaat sind im vergangenen Jahr über 20.000 Räder als gestohlen gemeldet worden, über die Hälfte aus Leipzig. Seit Einführung der beiden Registrierungs- und Codierungssystem sei die Zahl der Diebstähle nicht merklich gesunken. Trotzdem wolle man an den Prozessen festhalten und diese ggf. weiter ausbauen. Über einen möglichen Ausbau der Task-Force in Zukunft wollte sich der Leiter der Polizeidirektion nicht äußern.