Neue Halberg Guss gerettet - Käufer vorgestellt
Bei der Leipziger Gießerei Neue Halberg Guss gibt es neue Hoffnung. Die für 2019 geplante Schließung ist vom Tisch. Wie uns IG Metall-Sprecher Bernd Kruppa sagte, werden die Standorte Leipzig und Saarbrücken an einen Finanzrestrukturierer verkauft. Ganz abgeschlossen sei der Kaufprozess noch nicht, aber ein Vorvertrag sei bereits unterschrieben. Käufer ist die Investitionsgesellschaft One Square Advisors. Ob alle 700 Beschäftigten ihre Jobs behalten können, sei aber noch nicht klar. Mit dem Kauf endet ein monatelanger Streit zwischen dem bisherigen Eigentümer und der Belegschaft. Der Hersteller von Motorblöcken und Antriebswellen gehörte seit Jahresbeginn zur bosnisch-deutschen Prevent-Gruppe der Familie Hastor, die sich mit dem VW-Konzern erbittert um Lieferkonditionen gestritten und Aufträge verloren hat. Nur wenige Monate nach der Übernahme hatte die Prevent-Gruppe angekündigt, bis Ende 2019 das Werk in Leipzig mit 700 Beschäftigten schließen zu wollen. Zudem sollten in Saarbrücken mehrere hundert Arbeitsplätze abgebaut werden. Nach gescheiterten Verhandlungen mit der Gewerkschaft um einen Sozialplan hatte die komplette Belegschaft 48 Tage lang gestreikt. Auch eine Schlichtung scheiterte.Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig bewertete den Verkauf als gute Nachricht für Mitarbeiter und deren Familien. "Wir glauben fest an die Wettbewerbsfähigkeit der neuen Holding", sagte Dulig.