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Neue Kulturbür­ger­meisterin tritt ihr Amt an

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Die neue Kultur­bür­ger­meis­terin Skadi Jennicke tritt ihr Amt an. Erst am Donnerstag wurde sie noch einmal vom Stadtrat gewählt. Zunächst will sie endlich die Suche nach einem Direktor für das Natur­kun­de­mu­seum beenden und die Stelle besetzen. Dann will sie klare Finan­zie­rungs­richt­li­nien für die freie Szene festlegen, sowie den Kultur­haus­halt insge­samt klarer struk­tu­rieren. Außerdem möchte sie einen neuen Beirat ins Leben rufen, in dem Kultur­schaf­fende der Stadt die Kultur­po­litik mit beein­flussen können. Bereits im Mai wurde Jennicke im Stadtrat gewählt. Die Wahl musste jedoch als ungültig erklärt werden. Denn Jennicke hatte selbst mitge­wählt. Daneben wurde Gotthold Schwarz ins Amt des Thomas­kan­tors berufen. Er hatte den Posten schon im vergan­genen Jahr übergangs­weise übernommen, nachdem Georg Chris­toph Biller aus gesund­heit­li­chen Gründen zurück­ge­treten war.Skadi Jennicke (38) studierte 1996 bis 2000 Drama­turgie in Leipzig und promo­vierte 2009 in Halle/Saale zur Dr. phil.. Sie arbei­tete als Drama­turgin in Halle/Saale, Leipzig, Frank­furt/Main und Thüringen und ist bis heute freie Mitar­bei­terin beim Deutsch­land­Radio Kultur. Außerdem ist sie seit 2003 Lehrbe­auf­tragte an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendels­sohn Bartholdy“ Leipzig. Seit 2009 arbeitet sie als wissen­schaft­liche Mitar­bei­terin bei einer Abgeord­neten des Sächsi­schen Landtages. Skadi Jennicke ist seit 2009 Mitglied des Leipziger Stadt­rates, ist Mitglied im Betriebs­aus­schuss Kultur­stätten und im Kultur­aus­schuss. Die 38-Jährige ist verhei­ratet und hat drei Kinder. Die Amtszeit des jetzigen Kultur­bür­ger­meis­ters Michael Faber endete am 1. Juni 2016. Er beklei­dete das Amt seit 2009.Gotthold Schwarz, 1952 in Zwickau geboren, war in den 1960er Jahren selbst kurze Zeit Mitglied des Thomaner­chores. In den 1970er Jahren erhielt er seine kirchen­mu­si­ka­li­sche Ausbil­dung an der Hochschule für Kirchen­musik Dresden und an der Hochschule für Musik „Felix Mendels­sohn Bartholdy“ in Leipzig. In Leipzig erlangte er zusätz­lich in den Fächern Gesang (als Schwer­punkt) und Dirigieren fundierte Abschlüsse. 1979 kehrte er als Stimm­bildner zum Thomaner­chor zurück. Bereits seit den 1990er Jahren vertrat Gotthold Schwarz mehrfach den Thomas­kantor. Seit der Amtsnie­der­le­gung von Kantor Georg Chris­toph Biller im Februar 2015 ist er amtie­render Thomas­kantor. Er übernahm die Leitung der Motetten-, Kantaten- und Orato­ri­en­auf­füh­rungen des Thomaner­chores, die gottes­dienst­li­chen Aufgaben in der Thomas­kirche sowie Konzert­reisen im In- und Ausland. Eine umfang­reiche Konzert­tä­tig­keit als Sänger führte Gotthold Schwarz frühzeitig in die bedeu­tenden europäi­schen Musik­zen­tren und u. a. nach Japan, Israel, Brasi­lien, Argen­ti­nien sowie in die USA, wo er auch Inter­pre­ta­ti­ons­kurse zu Werken Bachs gab. Als Orato­rien- und Liedsänger sowie als Dirigent erwarb er ein umfas­sendes Reper­toire vom Barock bis zur Moderne, was auch durch zahlreiche Einspie­lungen dokumen­tiert ist. )