Neue Studie: Erstgeborene sind meist schlauer
Rebellische Nesthäkchen oder perfektionistischer Erstgeborener - Inwieweit prägt die Geschwisterposition fürs Leben? Die Forscher der Uni Leipzig und Kollegen in Mainz räumen in einer neuen Studie jetzt altes Schubladendenken beiseite. Befragt wurden 20.000 Erwachsenen aus Deutschland, den USA und Großbritannien - die Überraschung: Ob ein Erwachsener emotional stabil ist oder besonders extrovertiert auftritt, hängt offenbar nicht mit der Geschwisterposition innerhalb der Familie zusammen.Bei der Selbsteinschätzung von Geschwistern gibt es aber sehr wohl Unterschiede. So berichten Erstgeborene häufig von sich, sie hätten einen großen Wortschatz und könnten abstrakte Ideen gut begreifen. Zu Auswirkungen im Alltag erklärte der Leipziger Psychologe Stefan Schmukle aber: „Wenn man zwei Geschwister vergleicht, wird dennoch in über 40 Prozent der Fälle das später geborene den höheren IQ haben. Die Effekte, die herausgefunden worden sind jedoch so klein, dass es zweifelhaft ist, ob sie für den Lebensweg tatsächlich bedeutsam sind“.