- Blick in eins der gefährdeten Waldstücke am Cottaweg in Leipzig.
Neuer Vorschlag für Rettung des Waldes am Cottaweg: „Wen will die Stadt täuschen?“
Neue Aufregung um die Kleinmesse am Cottaweg. Nach heftigem Widerstand gegen die Pläne, ein Waldstück daneben an RB Leipzig zu verkaufen und für neue Trainingsgelände roden zu lassen, hat Oberbürgermeister Burkhard Jung vorgeschlagen, dass die Kleinmesse auf die Festwiese ziehen könnte. Dann müsste gar kein Wald gefällt werden. Zwei Varianten wurden präsentiert.
„Wald ist nicht verhandelbar“
Allerdings hat er dabei offenbar etwas verschwiegen: „Beide sehen vor, dass neben der Fläche der Kleinmesse auch Waldflächen verkauft werden“, so ein Sprecher vom Leipziger Umweltverbund Ökolöwe. „Besonders kritisch ist aus unserer Sicht, dass die Stadt den Eindruck vermitteln will, in einer Variante würde 100 Prozent Wald erhalten.“ Doch auch in dieser Variante sei geplant, einen Waldstreifen an der Nordseite des Plangebiets zu verkaufen.„ Auch diese Fläche gehöre “zu den Kernflächen im Verbundsystem Wald des städtischen Biotopverbundkonzepts.„
Und man wird noch deutlicher: “Wen will die Stadt täuschen? Nur 100 Prozent Walderhalt sind 100 Prozent Walderhalt„, so Bozena Nawka, umweltpolitische Sprecherin des Ökolöwen. Die Flächen seien nicht verhandelbar. Sie weist darauf hin, dass bei einer großen Demo im Juni sehr viele Leipziger darauf hingewiesen haben, eine Rodung von Wald im Stadtgebiet nicht mitzutragen.
