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Neues Leipziger Justizzentrum ist zu klein

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Seit anderthalb Jahren wird in der Südvorstadt an einem neuen Justizzentrum gearbeitet. Doch das neue Gebäude der Staatsanwaltschaft ist zu klein für alle Mitarbeiter. Grund ist offenbar eine Fehlkalkulation bei der Planung vor mehreren Jahren, hat uns Jörg Herold vom Justizministerium gesagt. Man sei damals nicht davon ausgegangen, dass die Bevölkerungszahl so stark ansteigt und zugleich die Zahl der Straftaten. Unter anderem wegen des Anstiegs der Fallzahlen brauchte die Behörder mehr Mitarbeiter, aktuell sind es 300, 50 mehr als vor fünf Jahren. Wegen des Platzmangels ist vorgesehen, die Außenstelle der Staatsanwaltschaft in der Nonnenstraße weiter zu betreiben. 

Bis zum Oktober 2020 sollen an das Amtsgericht Büro-, Akten- und Besprechungsräume sowie Archiv-, Registratur- und Lagerflächen auf insgesamt 8000 Quadratmetern entstehen. Die Kosten belaufen sich den Angaben zufolge auf 32,5 Millionen Euro. Das Geld kommt vom Land Sachsen und der EU.

Auf dem Baugrundstück befand sich früher die Justizvollzugsanstalt Leipzig. Der Hafttrakt im Innenhof wurde bereits 2002 abgerissen. Von der Geschichte des Ortes zeugt die ehemalige Hinrichtungsstätte der DDR. Hier soll unabhängig von der Staatsanwaltschaft eine Gedenkstätte „Justizgeschichtlicher Erinnerungsort – ehemalige Zentrale Hinrichtungsstätte der DDR“ eingerichtet werden, wie der Staatsbetrieb weiter mitteilte.