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Nullnummer für RB in Augsburg

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Die kleine Siegesserie von RB Leipzig in der Fußball-Bundesliga ist vom FC Augsburg unterbrochen worden. In einem Spiel mit wenig Fußball, dafür aber viel Kampf und Krampf, mussten sich die Sachsen am Samstag nach zuvor drei Erfolgen trotz eines Plus an Torchancen mit einem 0:0 und einem Auswärtspunkt begnügen. Leipzig bleibt mit 15 Punkten zumindest in der Spitzengruppe der Bundesliga. Der erstmals in dieser Saison zu Null spielende FCA kommt mit neun Zählern in der Tabelle nicht entscheidend voran.Die Partie vor 28.703 Zuschauern begann mit einiger Verwirrung. Als Leipzigs ansonsten untertauchender Nationalstürmer Timo Werner im Strafraum bei einem Zweikampf mit Jeffrey Gouweleeuw zu Fall kam, zeigte Schiedsrichter Tobias Welz auf den Elfmeterpunkt. Nach minutenlangem Videostudium kam Welz gemeinsam mit dem Videoassistenten in Köln zur Entscheidung, dass es im Vorfeld des ohnehin fragwürdigen Strafstoßes beim Angriff der Gäste eine Abseitsstellung gegeben hatte. Also: kein Elfmeter.Die langwierige Entscheidungsfindung schien den Stecker aus der mit viel Schwung eröffneten Partie gezogen zu haben. Viele Aktionen verpufften im Ansatz, es gab kaum Spielfluss. Beim FCA fehlte die Präzision in Strafraumnähe. Bei den Gästen, denen der angeschlagene Emil Forsberg (Leiste) fehlte, versuchten es Kevin Kampl (22.) und Marcel Halstenberg (41.) mit erfolglosen Schüssen aus der Distanz.Den Leipzigern bot sich auch eine Großchance nach einem von Youssuf Poulsen eingeleiteten Angriff. Die flache Hereingabe von Nordi Mukiele verlängerte Jean-Kevin Augustin geschickt mit der Hacke. Aber FCA-Torwart Andreas Luthe parierte den Ball mit dem Fuß (43.).Die Partie blieb auch nach dem Wiederanpfiff ein Abnutzungskampf mit viel Körpereinsatz, Körperkontakt und zahlreichen Unterbrechungen. Glanzvollen Kombinationsfußball gab's wenig. Leipzig kam einem Torerfolg näher, agierte in Strafraumnähe klarer, zielstrebiger. Aber der starke Luthe parierte auch einen fein platzierten Freistoß von Halstenberg (61.). In der Schlussphase mobilisierten die Augsburger noch einmal alle Kräfte. Leipzigs Kapitän Willi Orban hatte aber in der Nachspielzeit die letzte Möglichkeit, verfehlte das Tor knapp.