Oberbürgermeister Burkhard Jung beklagt mangelnde Flexibilität der deutschen Bürokratie
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat jetzt in einem Interview mit der ZEIT mangelnde Flexibilität der deutschen Bürokratie bemängelt. Die Flüchtlingssituation habe eine Chance geboten, „aber ich fürchte, wir haben sie vertan“, sagte Jung in dem Interview. Eine Mischung aus Angst vor Neuem und Fachlobby-Interessen seien für flexible Lösungen hinderlich. Das Stadtoberhaupt kritisierte vor allem zu enge Bauvorschriften.Als Beispiel nannte Jung unter anderem die Nutzung von Flüchtlingsunterkünften in Gewerbegebieten. Derzeit kämen nur noch rund 65 Asylsuchende pro Woche nach Leipzig. Der Wohnraum in Unterkünften in Gewerbegebieten könnte auch gut für andere Gruppen genutzt werden: „Studenten, Lehrlinge, Obdachlose“, so Jung. Das sei aber ausgeschlossen, weil die Ausnahmeregelung für Wohnraum im Gewerbegebiet nur für Flüchtlinge gelte.