Offenbar Pannen beim Warntag in Sachsen
Beim bundesweiten Warntag hat es in Sachsen Pannen bei der Alarmierung der Bevölkerung gegeben. Bei der Warn-App NINA kam die Gefahrenmeldung erst mit Verspätung auf den Smartphones an, vielerorts schwiegen die Sirenen. Nach jetzigem Stand haben nicht alle Sirenen den Probealarm ausgelöst, deshalb gebe es in den kommenden Tagen eine entsprechende Auswertung mit dem Bund und den Kommunen, teilte das Innenministerium in Dresden mit. Für den Freistaat sei der erste Warntag dennoch ein wichtiger Test der Systeme gewesen.
Das Bonner Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte zuvor schon die Panne bei der Warn-App eingeräumt: „Grund dafür ist eine nicht vorgesehene zeitgleiche Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen über MoWaS gewesen.“ Das im Vorfeld besprochene Auslösekonzept habe hingegen eine reine Auslösung durch den Bund vorgesehen.
Die Behörde sieht darin dennoch einen Nutzen: „Dieses Phänomen liefert wichtige Erkenntnisse für den Ausbau von MoWaS und die notwendige weitere Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen in Bund und Ländern und wird in der weiteren Entwicklung von MoWaS berücksichtigt“, hieß es.
Auch in den Nachbarländern Sachsen-Anhalt und Thüringen und weiteren Bundesländern gab es Lücken bei der Alarmierung der Bevölkerung. Ursprünglich sollte diese mit den verschiedenen Warnsystemen und Signalen der Sirenen vertraut gemacht werden.
Der sogenannte Warntag, der künftig jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden soll, dient als Vorbereitung auf Gefahrenlagen wie Überschwemmungen, Chemieunfälle oder auch Terroranschläge. (dpa)