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Opposition kritisiert Gipfel-Ergebnisse

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Die Bundes­re­gie­rung ist zufrieden, die Opposi­tion wütend. Die Ergeb­nisse des gestrigen Koali­ti­ons­gip­fels stoßen auf unter­schied­li­ches Echo. Konkret geht es um die Abschaf­fung der Praxis­ge­bühr und die Einfüh­rung des Betreu­ungs­geldes. Die Opposi­tion bezeichnet die Ergeb­nisse als Offen­ba­rungseid. SPD-Frakti­ons­chef Stein­meier sagte, Union und FDP hätten keinen Ehrgeiz und kein Ziel. Grünen-Chefin Roth nannte den Koali­ti­ons­gipfel einen großen Basar. Heraus­ge­kommen sei eine Besche­rung, die allen teuer zu stehen kommen werde.Sachsens Sozial­mi­nis­terin Chris­tine Clauß begrüßte die Einigung. Welche Auswir­kungen das Betreu­ungs­geld auf die Zahlung des Landes­er­zie­hungs­geldes haben wird, blieb aber offen. Clauß sagte ledig­lich, durch das Betreu­ungs­geld solle niemand schlechter gestellt werden.Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich verlangt mit Blick auf den Osten Nachbes­se­rungen an den Renten­plänen der Koali­tion. Von dem Vorhaben wird in den neuen Ländern ein Großteil der künftigen Rentner nicht profi­tieren, so Tillich. Es entstehe eine Gerech­tig­keits­lücke, die nicht akzep­tabel ist.