Panne: Tillich lädt Pegida-Vize zu Flüchtlingshelfer-Party ein
Peinliche Panne in der Sächsischen Staatskanzlei: Für kommende Woche Freitag ist eine Dankes-Party für Flüchtlingshelfer organisiert worden. 2000 Einladungen wurden verschickt. Ausgerechnet Pegida-Vize Siegfried Däbritz erhielt ebenfalls die Einladung, wie er bei Facebook bekannt gab. Staatskanzlei prüft Einladungs-PanneWie ein Sprecher der Staatskanzlei auf unsere Anfrage mitteilte, hätten die Landkreise Personen für die Feier vorgeschlagen, anschließend seien die Einladungen verschickt worden. Man prüfe derzeit, wie es dazu kam. Am Freitag kommender Woche will Ministerpräsident Tillich in der Energieverbund Arena eine Dankes-Party mit Flüchtlingshelfern feiern.Per Twitter teilte die Staatskanzlei später mit:"Liebe Nutzer, die #Dankesparty #Asyl gilt engagierten Helfern & Mitarbeitern.Herr #Daebritz ist auf Veranstaltung NICHT willkommen!"Hintergrund: Feier für ehrenamtliche HelferMinisterpräsident Stanislaw Tillich möchte mit einer großen Party den unzähligen Helfern danken, die sich in Sachsen seit Wochen und Monaten in "beeindruckender Weise für eine gute Aufnahme und Integration von Flüchtlingen einsetzen".Zu der Dankes-Veranstaltung werden laut Staatskanzlei rund 2.000 Frauen und Männer aus ganz Sachsen erwartet. Darunter sind Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer aus allen Teilen des Freistaates, Ärzte der Gesundheitszentren, Kommunalpolitiker, Landräte und Landtagsabgeordnete. Und eben Siegfried Däbritz. Bei Facebook kündigte er sein Kommen an. "Na schaun wir mal wie das Buffet ist, auf jeden Fall ist es dann schnell alle", schrieb Däbritz auf Facebook.Einladungen gingen an viele InstitutionenDie Einladungen wurden unter anderem über die Betreiber von Erstaufnahmeeinrichtungen, die Kommunen und Landratsämter sowie die Kirchen an die Helferinnen und Helfer verteilt. Für Partystimmung sollen mehrere Künstler sorgen, darunter die deutschen Breakdance-Meister „The Saxonz“ und die Band „Jamtonic“ aus Leipzig. Die Dankes-Party wird in diesem Jahr den Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten ersetzen.