Parkbogen Ost im Leipziger Osten wird umgesetzt
Der Leipziger Stadtrat hat sein OK für das vielleicht wichtigste Projekt für die Entwicklung im Leipziger Osten gegeben. Der Masterplan für den Parkbogen Ost wurde am Mittwoch in der Ratssitzung beschlossen. Ein Fuß- und Radweg soll Reudnitz, Anger-Crottendorf, Stötteritz, Schönefeld und Volkmarsdorf verbinden - über stillgelegte Bahnanlagen. Gestartet wird mit dem Sellerhäuser Bogen. Die Verwaltung schätzt die Kosten für das gesamte Projekt auf 41 Millionen Euro.Stadt spricht sich gegen Fixerstuben ausDie Stadt ist gegen Fixerstuben - also Orten, in denen Süchtige unter Aufsicht Drogen konsumieren können. Die Linke hatte gestern mit einer Anfrage im Stadtrat wissen wollen, wie sich die Stadt dazu positioniert. Es gebe bereits viele unterschiedliche Angebote der Straßensozialarbeit, u.a. den Spritzentausch, so die Begründung der Stadt. Dort können an Anlaufstellen alte gegen neue, sterile Spritzen ausgetauscht werden. Das würde den Fund von benutzten Spritzen auf den Straßen deutlich verringern. Außerdem gebe es Informationskampagnen, psychosoziale Betreuung und 8 Streetworker seien im Einsatz.Laut Linke hatten sich viele Anwohner gerade im Raum der Eisenbahnstraße beschwert, dass immer häufiger Spritzen auf den Spielplätzen gefunden werden. Unterschriften gegen Kiesabbau in RückmarsdorfUnterdessen gab es am Rande der Ratssitzung zwei Unterschriftaktionen. Die Anwohner von Rückmarsdorf protestieren gegen den geplanten Kiesabbau bei ihnen. 2800 Unterschriften wurden gesammelt und der Stadt übergeben. Die Verwaltung soll sich nun positionieren. Das dauert allerdings noch ein wenig, sagte uns Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. Formal muss erstmal der Freistaat - genauer das sächsische Oberbergamt – entscheiden, ob die landwirtschaftliche Fläche zum Kiesabbau überhaupt freigegeben wird. Erst dann wird die Verwaltung Stellung beziehen und die Petition im Stadtrat besprechen, heißt es. Roter Stern Leipzig will Sportanlage an der Teichstraße pachtenDer Verein Roter Stern Leipzig will die Sportanlage in der Teichstraße pachten und das Gelände fit machen. Um zu unterstreichen, wie wichtig es dem Verein ist, wurden 4.500 Unterschriften und am Rande der Stadtratssitzung an Oberbürgermeister Burkhard Jung übergeben. Die Stadt sucht seit Dezember einen Pächter für die Sportanlage. Der Vorpächter – der SV Azubi – hatte den Vertrag mit der Stadt gekündigt. Für einen Euro pro Jahr kann die Anlage gepachtet werden, allerdings muss ein Konzept zur Entwicklung vorgelegt werden.