Passagier fliegt wegen Bombenspaß am Flughafen Leipzig/Halle aus Flieger
Ein Scherz ist beim Start eines Fliegers vom Flughafen Leipzig/Halle mächtig daneben gegangen: Beim Boarding raunzte ein 66-jähriger Passagier die Stewardessen am Donnerstagnachmittag an, sie sollten seinen Handkoffer nicht dauernd verrücken, weil sich Sprengstoff darin befinde.
Der Kapitän fand das überhaupt nicht lustig und alarmierte die Bundespolizei. Beamte durchsuchten den Mann. „Dabei stellte sich heraus, dass er keinen Sprengstoff bei sich trug und er sich nach eigener Aussage nur einen Scherz erlaubt habe und diesen nun bereue“, so Bundespolizei-Sprecher Jens Damrau.
Alle Reue nützte aber nichts mehr. Obwohl bei ihm und im Gepäck nichts gefunden wurde, nahmen die Bundespolizisten den Mann mit auf die Wache. Neben dem verpassten Flug nach Tunesien hat der 66-Jährige nun auch noch eine Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens am Hals.
Damrau: „Diese Straftat kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer hohen Geldstrafe belegt werden.“ Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang davor, solche falschen Behauptungen in Form von vermeintlichen Späßen zu tätigen. „Gerade in einem Umfeld, in welchem Hochsicherheitsstandards unbedingt eingehalten werden müssen, kann dies weitreichende Folgen haben.“