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Pilotprojekt gegen Blaualgenplage im Bautzener Stausee

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Die Blaual­gen­plage im Stausee Bautzen ärgert jedes Jahr Badegäste und Camper. Alle Versuche, die Bakte­rien zu bekämpfen, haben nicht die gewünschte Wirkung gebracht. Nun soll ein neuer Anlauf genommen werden. Die Vorbe­rei­tungen für das Pilot­pro­jekt des Umwelt­for­schungs­zen­trums Bautzen beginnen in wenigen Tagen. 

Auf den Talsperren-Auslauf wird ein verti­kaler Schacht gesetzt - eine rund 700.000 Euro teure mit Holzbohlen verklei­dete Stahl­kon­struk­tion. Damit kann dann wärmere Wasser aus dem oberen Bereich entnommen und so eine Vermi­schung mit dem kälteren Wasser in Grund­nähe verhin­dert oder verrin­gert werden. Die Bakte­rien bekommen keine Nährstoffe. Denn die Nahrung wird im kalten Wasser  nicht aus dem Sediment gelöst. Die rasante Vermeh­rung der Blaualgen im Sommer könnte damit verhin­dert werden, so Projekt­leiter Mike Härtelt.

Mit dem Versuch soll im kommenden April begonnen werden.

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Reporter Knut-Michael Kunoth