Pleite in Bremen - RB verpatzt Bundesliga-Finale

Zuletzt aktualisiert:

RB Leipzig hat zum Saisonabschluss in der Fußballbundesliga eine Niederlage kassiert. Mit 1:2 mussten sich die Roten Bullen am Samstag in Bremen geschlagen geben. Nordi Mukiele (87.) erzielte den Treffer für RB. Bruma verschoss zuvor einen Elfmeter. Milot Rashica (35./Foulelfmeter) und Claudio Pizarro (88.) trafen für die Norddeutschen.

Die Leipziger standen bereits vor dem Spiel als Tabellendritter fest und schonten im Hinblick auf das DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag gegen den FC Bayern München fast ihre komplette Stammformation. Für RB war es erst die zweite Niederlage in der Rückrunde.

Auf dem Spielfeld fehlte der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt in der Anfangsphase die Anspielstation Kruse. Die Gastgeber überließen Leipzig die Spielkontrolle, die ohne Timo Werner, Yussuf Poulsen oder Emil Forsberg in der Offensive allerdings lange Zeit nicht zielstrebig genug waren.

Chancen gab es in der Partie erst nach über einer halben Stunde. Eine Flanke von Ludwig Augustinsson wollte Yuya Osako im Strafraum auf das Leipziger Tor schießen, doch RB-Verteidiger Dayot Upamecano erwischte den Japaner am Fuß. Schiedsrichter Felix Brych (München) sah sich die Szene nochmals an und entschied auf Elfmeter. Bremens sicherster Schütze Kruse fehlte, Rashica verwandelte allerdings souverän (35.).

Die Gastgeber wollten die Euphorie im Stadion nicht dämpfen und vermieden die Einblendung der Ergebnisse der Konkurrenz aus Wolfsburg und Hoffenheim. Der Jubel wäre noch größer gewesen, wenn Osako bei seinem Kopfball in der 39. Minute etwas genauer zielte. Auf der Gegenseite dagegen zweimal Glück für Werder: Erst traf Bruma nur den Innenpfosten, den Nachschuss von Matheus Cunha konnte Torhüter Jiri Pavlenka glänzend parieren (45.+1).

Die zweite Hälfte begann ähnlich furios. Erst sorgte Rashica mit einem Versuch aus 18 Metern für Gefahr. Dann bekam auch Leipzig einen Elfmeter. Marco Friedl bekam den Ball im Zweikampf mit Bruna an die Hand. Den Strafstoß schoss der Portugiese allerdings deutlich über das Tor (54.).

Durch das deutliche Wolfsburger Zwischenergebnis brandete in der Bremer Arena erst wieder Jubel auf, als Liebling Pizarro eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt wurde. «Wir werden noch ein Jahr weitermachen», hatte der 40 Jahre alte Peruaner vor dem Spiel angekündigt. 

Leipzig peilte in der Schlussphase mit den Einwechslungen von Forsberg und Poulsen noch einmal auf den Ausgleich an. Der gelang auch Mukiele in der 87. Minute. Doch fast im Gegenzug sorgte die Bremer Ikone Pizarro für den umjubelten Siegtreffer.