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Polizei erschoss 2016 elf Menschen - Kein Fall in Sachsen

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Polizisten haben bei Einsätzen in Deutsch­land im vergan­genen Jahr elf Menschen erschossen. Wie aus einer Erhebung der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervor­geht, wurden zudem 28 Menschen verletzt. Die Todes­fälle gehen der Statistik zufolge allesamt auf Notwehr oder Nothilfe zurück - Letzteres bezeichnet Fälle, in denen Polizisten anderen Menschen in Lebens­ge­fahr helfen mussten. Insge­samt richteten Polizisten den Angaben zufolge in 52 Fällen die Schuss­waffe gegen Menschen.

In Sachsen gab es nach Angaben des Innen­mi­nis­te­riums 2016 keinen Fall, bei dem Schuss­waffen gegen Personen einge­setzt werden mussten. Zwei Mal wurden Warnschüsse abgegeben, um die Flucht von Gefan­genen zu verei­teln. In zwei weiteren Fällen ist ein „Schuss­waf­fen­ge­brauch gegen Sachen“ in der Statistik aufge­führt. Das kann beispiels­weise dann passieren, wenn die Polizei auf die Reifen eines Flucht­autos schießt. Meistens greifen Beamte zur Waffe, um kranke, verletzte oder gefähr­liche Tiere zu töten. 2016 gab es 522 entspre­chende Fälle. (dpa)