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Polizei will weitere Auseinan­der­setzungen in der Rap-Szene verhindern

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Die Dresdner Polizei ermit­telt weiter nach der gewalt­samen Ausein­an­der­set­zung in der Rapper-Szene. In der Nähe eines Autohan­dels in Dobritz sind weiterhin bewaff­nete Polizisten statio­niert. In dem Bereich gab es auch am Wochen­ende größere Kontrollen. Man habe allein am Sonntag 50 Fahrzeuge kontrol­liert, teilte eine Polizei­spre­cherin mit. Zustätz­liche Polizisten patrouil­leren weiterhin im Dresdner Osten und am Haupt­bahnhof. Polizei greift durchPolizei­prä­si­dent Horst Kretz­schmar sagte auf unsere Anfrage: "Ziel unseres aktuellen Polizei­ein­satzes ist es, eine erneute Ausein­an­der­set­zung in Dresden zu verhin­dern. Sicht­bares Indiz dafür sind die Einsatz­kräfte im Stadt­ge­biet. Eine fortlau­fende Lagebe­ur­tei­lung sowie die Auswer­tung aktueller Erkennt­nisse werden unsere Einsatz­maß­nahmen in den kommenden Tagen bestimmten."Rapper gingen aufein­ander los Zwei Männer waren vergangene Woche Donnerstag bei der Auseinandersetzung am Hauptbahnhof verletzt worden. Mit Schreckschusswaffe, Baseballschläger und Messer waren zwei Gruppen aufeinander losgegangen, die Polizei stellte insgesamt elf Beteiligte, startete einen Zeugenaufruf. Es handelt sich dabei um Mitglieder der Dresdner Gruppe "KMN Gang" und Mitglieder des Miri-Clan aus Berlin - wir hatten bereits am Freitag darüber berichtet.Ausge­wertet werden jetzt auch diverse Videos, Postings und Äußerungen von Betei­ligten in sozialen Medien bei Insta­gram, Facebook und Youtube. "Die Dresdner Krimi­nal­po­lizei führt in Abstim­mung mit der Staats­an­walt­schaft Dresden umfang­reiche Ermitt­lungen nach der Ausein­an­der­set­zung am vergan­genen Donnerstag", teilte Polizei­chef Kretz­schmar mit. Mitglieder des Miri-Clan aus Berlin hatten seit Monaten Konflikte mit der Dresdner Rap-Gruppe KMN-Gang im Netz ausge­tragen. Bereits im März waren Miri-Mitglieder im Dresdner Osten aufge­taucht. Am Donnerstag dann posierten sie erst mit T-Shirts mit belei­di­gendem Inhalt auf dem Neumarkt, wollten dann offenbar zu einem bekannten Treff­punkt der KMN Gang. Miri-Mitglied Ahmed M. behaup­tete nach der Ausein­an­der­set­zung in einem Video, man sei in einen Hinter­halt gelockt worden, habe sich zu dritt gegen zwölf Mann zur Wehr gesetzt.