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  • Monatelang wurden die Kinder auf einer halben Baustelle unterrichtet. (Symbolbild)

Probleme über Probleme in Rückmarsdorf

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Nach Verzögerungen beim Umzug und einer festgestellten Verunreinigung im Trinkwasser soll der Schul- und Hortbetrieb der Grundschule Rückmarsdorf am Montag wie geplant am neuen Interimsstandort starten. Die Stadt arbeitet an einer Übergangslösung.

Für die Schüler der Grundschule Rückmarsdorf beginnt nach den Herbstferien der Unterricht an einem neuen Standort. Das Interim befindet sich in der Alten Dorfstraße, rund 300 Meter vom bisherigen Schulgebäude an der Straße „An der Friedenseiche“ entfernt. Auch der Hort soll am Montag dort den Betrieb aufnehmen. Die Klassenzimmer, Horträume und die Außenspielfläche sind für die Kinder vorbereitet. Die Genehmigung des Landesjugendamtes für den Hort liegt ebenfalls vor.

Umzug verzögerte sich bereits im Sommer

Ursprünglich sollte der Umzug bereits in den Sommerferien stattfinden. Wegen Verzögerungen bei der Fertigstellung des Gebäudes konnte der Zeitplan jedoch nicht eingehalten werden. Die Herbstferien wurden deshalb genutzt, um den neuen Standort für die Kinder vorzubereiten. Wegen der anhaltenden Probleme wandten sich Eltern schließlich an das Schulamt. Die Elternratsvorsitzende Alexandra Edelmann-Schwarz berichtet, dass die Eltern angesichts der Situation zunehmend verzweifelt gewesen seien. Nachdem Schulamtsleiter Peter Hirschmann sich persönlich des Problems angenommen hatte, schien der Umzug am Montag zunächst gesichert.

Verunreinigung bei Trinkwasserprobe festgestellt

Am späten Donnerstagnachmittag wurde bei einer abschließenden Trinkwasserprobe eine Verunreinigung festgestellt. Die Probe war notwendig geworden, weil der bisherige provisorische Wasseranschluss durch den regulären Hausanschluss ersetzt worden war. Bei vorherigen Testungen war die Verunreinigung nicht festgestellt worden. Das Amt für Schule und die weiteren Beteiligten arbeiten nach Angaben der Stadt mit Hochdruck daran, die Ursache zu ermitteln und schnellstmöglich eine Lösung zu finden. Die Sicherheit und Gesundheit der Kinder und Lehrkräfte hätten oberste Priorität.

Filtersystem und separates Trinkwasser geplant

Damit der Schul- und Hortbetrieb am Montag dennoch wie geplant beginnen kann, soll übergangsweise ein Filtersystem eingebaut werden. Zusätzlich stellt die Stadt den Kindern separates Trinkwasser zur Verfügung. Diese zusätzliche Versorgung ist für die Waschbecken in den Sanitärbereichen und Klassenräumen vorgesehen. Die Ursache der Verunreinigung ist bislang unklar. Die Stadt will Eltern, Schule und Hort über neue Erkenntnisse und das weitere Vorgehen fortlaufend informieren. Eine weitere Zwischeninformation ist bereits für den 30. Oktober 2026 angekündigt.

Mittagessen zunächst in Assietten

Auch bei der Schulspeisung gibt es zunächst eine Übergangslösung. Die Ausgabeküche muss noch eingebaut werden. Bis dahin wird das Mittagessen in Assietten geliefert. Die reguläre Essensausgabe soll spätestens in vier Wochen beginnen.

Historischer Schulstandort wird ausgebaut

Der historische Grundschulstandort Rückmarsdorf wird zu einer zweizügigen Grundschule für 140 Schüler ausgebaut. Geplant sind dort künftig auch eine Speiseversorgung und ein Hort. Das Gebäude soll dafür ein modernes und zukunftsfähiges Raumprogramm erhalten

Audio:

Elternratsvorsitzende Alexandra Edelmann-Schwarz hat gemeinsam mit den Eltern einen Brief an das Schulamt geschrieben, danach war der Umzug schon fast sicher.
Elternratsvorsitzende Alexandra Edelmann-Schwarz hat bei ihrer Recherche erst herausgefunden, dass der Hort keine Betriebserlaubnis hat.