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Protest gegen Abwahl von Kulturbür­germeister Faber

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38 Leipziger Persön­lich­keiten haben gegen die geplante Abwahl des Kultur­bür­ger­meis­ters Michael Faber protes­tiert. Er trete für eine hohe Qualität der Kultur­ein­rich­tungen der Stadt ein, heißt es in einem in der „Leipziger Volks­zei­tung“ am Samstag veröf­fent­lichten Offenen Brief. Zu den Unter­zeich­nern zählen die Maler Hartwig Ebers­bach und Sighard Gille, der Kabaret­tist Meigl Hoffmann und der Kompo­nist Steffen Schlei­er­ma­cher. Leipzigs Oberbür­ger­meister Burkhard Jung hatte die Kompe­tenzen des Bürger­meis­ters gestutzt, mehr als 40 Stadt­räte beantragten danach ein Abwahl­ver­fahren. Das zweistu­fige Abwahl­ver­fahren ist für die nächsten Stadt­rats­sit­zungen im Dezember und Januar geplant.Jung hatte nach Ausein­an­der­set­zungen über die geplante Kürzung derKultur­raum­för­de­rung seinem Kultur­bür­ger­meister die Zustän­dig­keit fürbedeu­tende städti­sche Eigen­be­triebe, darunter das Gewand­haus und dieOper, entzogen und zur Chefsache gemacht. Faber mangele es an Verwal­tungs­er­fah­rung und strate­gi­scher Führungs­er­fah­rung, begrün­dete der Oberbür­ger­meister die Entschei­dung. Der Verleger war im April 2009 auf Vorschlag der Linken und mit den Stimmen der SPD gewählt worden.