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Proteste gegen Merkel ausgeblieben

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Die befürch­teten Proteste gegen Bundes­kanz­lerin Angela Merkel (CDU) in Dresden sind am Samstag ausge­blieben. Vor der Ankunft der CDU-Vorsit­zenden beim Bundes­treffen der Jungen Union hatten sich rund 35 Menschen gegen­über dem Kongress­zen­trum versam­melt. Darunter waren Anhänger des islam- und fremden­feind­li­chen Pegida-Bündnisses und Einzel­gruppen. Mehrere Dutzend Polizisten brachte die als protest­willig einge­stufte Ansamm­lung außer Sicht- und Hörweite. Einer von ihnen gelangte auf die Freitreppe zum Eingang des Gebäudes und rief der Kanzlerin zu: „Frau Merkel, Sie sind eine Schande für Deutsch­land. Treten Sie zurück!“   Die Polizei war aufgrund der Internet-Aufrufe von Pegida-Anhän­gern zu Störak­tionen mit einem erhöhten Aufgebot von rund 170 Beamten vor Ort. Offizi­elle Versamm­lungen waren nicht angemeldet worden. „Die öffent­liche Sicher­heit und Ordnung wurde gewähr­leistet“, zog der Dresdner Polizei­prä­si­dent Horst Kretz­schmar Resümee, als die CDU-Chefin wieder abgereist war. Merkel hatte beim „Deutsch­landtag“ der Jungen Union eine Rede gehalten und mit den Delegierten disku­tiert. (dpa)