++ EIL ++
  • Ein Polizist bei der Unfallaufnahme an dem verunglückten Flixbus 2024 an der A9 bei Schkeuditz.

Prozess um tödlichen Flixbus-Unfall: Fahrer zu 2 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

Zuletzt aktualisiert:

Eines der schlimmsten Busunglücke der vergangenen Jahre wird am Freitag im Landgericht Leipzig verhandelt. Dem 64-jährigen Fahrer wird fahrlässige Tötung und Körperverletzung vorgeworfen. Er soll kurz vor dem bzw. während des Unfalls bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h nicht richtig aufgepasst haben, so die Anklage. Das Urteil wird noch im Tagesverlauf erwartet.

Darum geht´s

Am 27. März 2024 hatte der Fahrer eines Flixbusses auf der A9 bei Schkeuditz die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Der Bus kam von der Autobahn ab und kippte um. Vier Frauen starben - 46 weitere Fahrgäste wurden teils verletzt.

UPDATE, 17 Uhr:

Der tschechische Busfahrer (64) ist knapp an einer Haftstrafe vorbeigeschrammt: Die Richter veruteilten zu einer 2-jährigen Bewährungsstrafe.

UPDATE, 15.04 Uhr

Der Busfahrer hat geschildert, wie es zu dem Unfall gekommen ist: Die Sonne habe an dem Tag sehr tief gestanden. Als er nach dem Überholen eines Lkw wieder einscherte, habe er deshalb zu seiner Mütze greifen wollen und dabei das Lenkrad verzogen. 

UPDATE

Gleich zu Beginn der Verhandlung hat der Tscheche eingeräumt, einen tödlichen Fehler gemacht zu haben und dass die Anklage komplett stimmt. Er bedauere das Ganze unendlich und würde die Zeit gern zurückdrehen, könne das aber leider nicht mehr.