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Prozess um Entführung einer Elfjährigen - Urteil am Landgericht vertagt

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Der Fall der über Wochen vermissten Lisa P. hatte Ende 2011 bundes­weit für Schlag­zeilen gesorgt – am Dienstag sollte am Leipziger Landge­richt eigent­lich das Urteil gegen den mutma­ß­li­chen Entführer fallen. Die Richter haben aller­dings einen neuen Verhand­lungs­termin angesetzt. In ihren Plädoyers hat die Vertei­di­gung ein Jahr Haft wegen Kindes­ent­zie­hung gefor­dert, die Staats­an­walt­schaft eine Ableh­nung der Berufung. Die Richter fordern nun aller­dings weitere Ermitt­lungen und Beweis­auf­nahmen, deshalb geht die Verhand­lung am 5. Februar weiter. Der Angeklagte Mario F. war Ende 2011 mit dem Kind unter­ge­taucht, um eine Liebes­be­zie­hung mit der elfjäh­rigen zu führen. Nach Wochen spürte die Polizei die beiden in einer Laube in Berlin auf. Der Angeklagte war in erster Instanz vor dem Amtsge­richt zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verur­teilt worden.