Prozess um getöteten Kamal K.: Motiv weiter unklar
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Im Prozess um den getöteten Iraker Kamal K. bleibt das Motiv weiter ein Rätsel. Nach Zeugenaussagen gäbe es keine Hinweise auf ausländerfeindliche Hintergründe. Die Freundin des Opfers berichtete gestern am Landgericht, dass sie sich an keine fremdenfeindlichen Parolen während der Tat erinnern könne. Auch mehrere Polizisten bestätigten das - während des Ermittlungsverfahren habe es solche Äußerungen von den Angeklagten nie gegeben. Die Nebenklage, welche die Familie von Kamal K. vertritt, gehe jedoch weiter von einem rassistischen Motiv aus. Die beiden 29- und 33-jährigen Beschuldigten sollen den Iraker im vergangenen Oktober am Hauptbahnhof offenbar grundlos niedergestochen haben. Kamal K. verblutete.