Prozess um Mord an Jonathan H.: Angeklagter widerruft Aussagen
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Im Prozess um den Mord an Jonathan H. hat der Angeklagte am Vormittag seine Aussagen aus der polizeilichen Vernehmung widerrufen. Er habe die Belehrung nicht verstanden und sei deshalb fälschlicherweise ohne Verteidiger vernommen worden, so der Anwalt des 24-Jährigen. Laut Aussage einer ermittelnden Polizistin hatte sich der Angeklagte bei seiner Festnahme spontan für die Tat entschuldigt. Das Schöffengericht will aber erst im Urteil entscheiden, ob seine früheren Aussagen trotz des Widerspruchs verwertbar sind. Dem gebürtigen Thüringer wird vorgeworfen, einen 23 Jahre alten Bekannten vor einem Jahr vergewaltigt und getötet zu haben. Danach soll er Körperteile des Opfers ins Elsterflutbecken geworfen haben.